2y8 Geschichte der Keeuzzüge. Buch II.Kcip. XVII.
I. El>r. Sobalv aber die Kunde im Lande sich verbreitete, daßAntiochien von den Türken bedroht werde, so eilten alleVasallen des antiochischen Fürstentums nach Antiochien.Es kamen Paganus von Sarudsch mit fünfzig Rittern unddreyßig Fußknechten, Richard, Burghauptmann von Ma-rasch mit sechzig Helmen und hundert Schützen zu Fuß;dem wackern Engelgar von Apamea folgten zweyhundcrt Rit-ter. Auch Robert von Altbrück welcher, nachdem ermit Vormund wider den Kaiser Alexius bey Dyrrachium ver-geblich gekämpft, zu Tankrcd sich begeben hatte, gefürchtetvon den Heiden, gegen welche er viele glückliche Abenteuerausführtc, Veit von Grcsalr, Wilhelm von Albin, Wil-helm, Sohn des Herzogs Robert von der Normandie, vonTankrcd mit der dem Grafen Bertram entrissenen StadtTortosa belehnt, Hugo von Cantclar, Herr von Hunnin
nach Chorasan zurück, und wurdenvon JoScclin mit hundert und fünf-zig Rittern und. hundert Fusiknech-ten verfolgt: (dieser letztere Umstandist in unsere Erzählung ausgenom-men worden). Die andern hunderttausend , welche sich nach Antiochienwandten, kamen zuerst vor Haleb,und ersuchten Rodvan, wegen deSzweifelhaften AuSgangs ihrer Unter-nehmung, ihre Weiber und Kinderund ihr Gepäck in seine Stadt aus-zunchmen; was aber Rodvan unterdem Vorwände, dasi er mit Tankredim Frieden siehe, verweigerte. Dochversprach er, auch den Franken nichtbeysiehen zu wollen, und gab denvereinigten Fürsten seinen Sohn alSGeisel für die Erfüllung dieses Ver-sprechens. Sobald aber derselbe ih-nen überliefert worden, erneuerten
sie mit Trotz ihre erste Forderung,drohte» dem Fürsten Rodvan mitder Ermordung seines SvhnS, wenner ihnen nicht willfahre, und erfüll-ten auch diese Drohung, alS Rod-van be» seiner Weigerung beharrtc.F u l ch e r, der von diesen Bege-benheiten nur sehr kurze Nachrichtgibt, meint, die Türken hätten sichblos nach Haleb gewandt, um Tan-kred auö Antiochien hervorzulockenund ihn dann mit seinem wenige»Wolke zu vernichten.
Lsi) izabvrnis cke vetcrl xonle.^t l>. 4 ). -i. XI. 40.
57) Itngo cke Lclntslar scilicec ckapraesickio linnnino (.1 t l,. g.),
vielleicht dem Schloss Hamlin oderHumlin, das bey Abulfeda ge-nannt wird. (,z.nn. moet. T. III.I'. 4SÜ. ->ck ». 5Zg.)