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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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König Balduin I.

daß nicht eher ein Tropfen Wein seinen Mund berühren, I. Ci>r.und sein Leib nicht zwey Nächte nach einander unter dem-selben Dache ruhen solle, als bis er nach vollbrachtem Auf-träge nach Antiochien zurückgekommcn. Voemunds Ent-schluß war unerschütterlich. Er übertrug an Tankred dieVerwaltung des Fürsienthnms und fuhr mit zehn zweyrudri-gen Schiffen und drey Böten von St. Simeon ab, all seinGold und Silber, alle Edclgesieine mit sich nehmend und dieStadt Antiochien, von Feinden wie umlagert und von Geldund Streitern entblößt, verlassend. Ihn begleitete auch derPatriarch Dagobert.

Die bedrängte Lage von Antiochien, in welcher Tankrcddie Verwaltung des Fürstenthums übernahm, hätte einenandern Ritter leicht muthlos machen mögen. Aber der kühneund muthige Tankrcd verzweifelte nicht, die Noth und Ge-fahr weckte nur noch mehr seinen Muth, und er verwahrteAntiochien und Edessa mit gleicher Kraft. Die Unverdros-senheit, mit welcher er selbst jede Entbehrung sich auflegteund ertrug, ermunterte auch seine Ritter und sein Volk zugleicher Unverdrossenhcit. Viele waren Zeugen davon, daßer in dieser Zeit der Noth dem Genüsse des Weins entsagteund sich mit Wasser begnügte. Bald fand er Mittel gegenseine Noth. Ein Mann aus Antiochien, welchem die Ver-legenheit des Fürsten nicht unbewußt war, kam zu ihm undnannte ihm hundert antiochische Bürger, welche reich genugwären, um jeder tausend Goldstücke ihm zu leihen. DurchErinnerung an die Gefahr, welche Antiochien bedrohe, unddie Nothwendigkeit sie abzuwehren, wurden nun jene Bür-ger leicht bewogen, ihrem Fürsten zu leihen, was er mit Ge-walt nehmen konnte, wenn sie es verweigerten. So erwach-ten schon, vierzig Tage nach Vormunds Abfahrt die Hoff-