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2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
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König Balduin l. 267

sammeln, nicht ihre Rosse zu besteigen, nicht ihre Scharen Izu ordnen vermochten; sondern bald in der größten Verwir-rung die Flucht ergriffen. Voemund langte mit der antio-chischen Miliz gerade an, als Tankred noch die fliehendenTurkomancn verfolgte, und half noch während des ganzenTags die unermeßliche Beute sammeln und die Flüchtlingemetzeln. Dschekermisch und Sokman entkamen nur mit we-nigen Begleitern; eine vornehme türkische Frau ward mitgroßen Schätzen gefangen, für deren Freyheit Dschekermischdurch eine Gesandtschaft den bcydcn christlichen Fürsten die .Vcfreyung des Grafen Balduin von Edessa oder fünfzehntausend Byzantien anbot ").

Auch den Ruhm dieser glänzenden Waffenthaten ver-dunkelten die Christenhelden, vornehmlich Tankred, wieder-um durch sträflichen Eigennutz.. Voemund und Tankred eil-ten nicht, den christlichen Waffenbruder für so geringenPreis zu erlösen, sondern zögerten mit der Antwort. Alsder König Balduin sie ermahnte, doch Geld nicht höher zuachten als die Erfüllung ihrer Pflicht gegen den Waffenbru-der, erwiedertcn sie, cs sey auch ihr Wille, den Grafen Bal-duin zu erlösen, sie wollten nur versuchen, ob nicht vonDschekermisch außer der Befreyung Balduins für die türki-sche Frau auch noch Geld zu erlangen sey, dessen sie so sehrbedürften, um die gerechten Forderungen ihrer Ritter,welche mit ihnen beständige Gefährlichkeiten theilten, zu be-friedigen. Viele Wallbrüder aber behaupteten, Tankredschiebe absichtlich die Lösung Balduins auf, um noch längerder reichen Einkünfte der Grafschaft Edessa zu genießen.Denn durch die Abgaben vom Handel und Wandel in derStadt Edessa kamen allein alljährlich vierzig tausend

. Ehr.1104.

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