-66 Geschichte der Kreuzzüge. B u ch II. K a p. XVII.
I. cbr. Die Tlirkomancn aber, welche den Sieg bcy Rakkah ge-Wonnen hatten, desto lässiger den errungenen Vortheil be-wahrend, kamen erst am achten Tage nach der Schlacht vorEdcssa in so großer Anzahl und so wohl gerüstet, daß dieungeheure Menge ihrer Zelte, welche die ganze Ebne erfüllte,und die Mannigfaltigkeit ihrer Rüstungen den Helden Tan-kred, welcher zu wenige fränkische Ritter bey sich hatte, uweinem so unzählbaren Heere zu widerstehen nicht minderschreckten als die armenischen Christen. Gleichwohl vcrthei-bigten die Christen, durch seine Ermahnungen zum unverzag-ten Streite und das Versprechen, bald die Turkomanen zuverjagen, mit Muth erfüllt, tapfer die Mauern. Jndcßeilte ein Bote Tankrcds nach Antiochien, um dem FürstenBocmund die Gefahr zu-melden, in welcher Edessa schwebe,und seine Hülfe zu erbitten. So sehr auch Antiochien selbstvon manchcrley Gefahr bedrängt war, so eilte.Voemund dochmit dreyhundert Helmen und siebenhundert Fußknechten nachEdessa, aber durch die steilen Berge und Felsen, welche denWeg von Antiochien nach Edessa sehr erschwerten, gehindert,kam er sieben Tage später dahin, als Tankrcd ihn erwartete;und schon war Edcssa aus der Gefahr durch Tankreds küh-nen Sinn gerettet. Als die Noth in der umlagerten Stadtaufs höchste gestiegen war, beredete Tankred die Edessener,mit ihm einen Kampf wider die Turkomanen zu wagen, undein glücklicher Erfolg lohnte ihren kühnen Entschluß. Siczogen bey der Nacht in geordneten Scharen und in größterStille aus der Stadt bis an das turkomanische Lager undüberfielen die schlaftrunkenen Heiden, welche nicht sich zu
i2) „l'ot ita^ne inillidns tento- aiixustia krocht Lesniare, co qrioä
riix , et rot äiversis liostiiirn rrrmri- leimis sil-r virurs es?et milituni