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264 Geschichte d er Kre uzzüge. Buchll. Kap.XVII.
vergeblich. Denn die Türken/ unbekümmert um die Venu;-zung ihres Siegs, pflegten der Ruhe, um von der Mühselig-keit des Kampfes sich zu erholen.
In Edessa waren die armenischen Christen von schmerz-licher Betrübniß ergriffen worden, als sic die Gefangenschaftihres Grafen vernommen; aber die Weife der Türken ken-nend, welche einen gewonnenen Sieg niemals benutzten,sprachen sie selbst den antiochischen Rittern Muth ein, tra-ten am andern Morgen nach deren Ankunft zusammen underkoren Tankrcd zum Stellvertreter ihres Grafen, damit ersie und ihre Stadt so lange gegen die Ungläubigen beschirme,bis Balduin aus der Gefangenschaft erlöst sey. Bocmundbegab sich hierauf nach Antiochien, wo seine Anwesenheitdringend nothwendig war.
Denn alle Feinde der antiochischen Christen erhoben sich.Der griechische Feldherr Monastras, welcher bisher mit Can-tacuzenuö Laodicea vergeblich belagert, vertrieb die lateini-schen Ritter aus Tarsus, Longinias, Mamistra, Adanaund andern cilicischen Städten und Burgen, welche TankredsTapferkeit und Beharrlichkeit erworben hatte. Auch derHafen von Laodicea wurde von griechischen Schiffen mit Ge-walt eingenommen, und mit neuen furchtbaren Werken in
Hülfe von einem Mitfliehenden (cc>n-erhält, doch nicht anders alsfür den erwähnten Ablaß. So wur-den zwei, auf ein Mal gelost, derRitter von seinen Sunden, das Thiervon seinein Schweif: der Ritter, in-dem er den Schweif abmäht (mo-tu), säet zum Segen (!,r bciic-äiariauidns esmiurr), doch mähteer gleich vom Segen («ctit anognL
üo beneäiotionilius), indem ihnder Patriarch mit dem Munde, demHerzen und der Hand segnet. OerAbmähcr, nachdem er den Schweifund den Segen gemäht hatte, wirdsein Gefährte bis nach Edessa undläuft mit dem, welchem er das ver-lorne Vermögen zu lausen wiedcr-gegeben hatte.