König Balduin l.
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oft mit ansehnlichen Summen und den schönsten Pferden sei-nes Stalles den Frieden abkanfen, sondern selbst einejährliche von Tankred ihm aufgelegte Schatzung von tausendGoldstücken bezahlen mußte. Obwohl Rodvan seinen Un-tcrthanen jene Geldsummen und diese jährlichen Schatzungenabpreßte, so gab er gleichwohl ungern den Franken, was erlieber in seinem eignen Schatz niedergelegt hätte. Eben die-ser niedrige Geist Nodvans war freylich auch eine der Ursa-chen, warum die Macht von Haleb den Christen nicht ge-fährlicher wurde und so viele Male ihnen unterlag. Denner trennte sich so ungern vom Gelde, daß seine Emirs undRäche ihn spottweise Abnlhebbah d. i. den Pfennigmannnannten, durch solchen Geiz sammelte sich Rodvan trotz deshäufigen Verlustes an die Franken und trotz des jährlichenZinses, welchen er ihnen bezahlte, einen Schatz von sechs-hundert tausend Goldstücken, statt damit rüstige und mil-chige Kämpfer für den Islam und die Sicherheit seines eige-nen Fürstenthums zu belohnen. Er begnügte sich meistensnur damit, ungestraft das Land der Christen zu verwüstenoder einige Burgen und Städte zu erobern, wenn anderemuselmännische Fürsten einen herrlichen Sieg über die Feindedes Islam gewonnen hatten.
Nichts aber war der Macht Rodvans nachthciliger, alsdaß er, wiewohl auch zu großem Schaden der abendländi-schen Christen, noch immerfortfuhr, die schwärmerische«ekteder Datenitcn oder Zsmaelitcn zu begünstigen, was dierechtgläubigen Muselmänner von ihm entfremdete. Seine Be-günstigung scheint nicht wenig in Syrien die Ansiedelungdieser verruchten Schwärmer befördert zu haben, welche alsAssasinen auch den abendländischen Christen nicht nur im