rzo Geschichte der Kreuz züge. Buch!!. Kap.XV.
geschleudert, während zugleich irdene Töpfe mit flüssigemPech gegen ihn geworfen wurden; in wenigen Minutenbrannte der Thurm und keine menschliche Gewalt vermochteihn zu retten. Des Königs Thurm stand bald darauf durchgleiche Kunst der Tyrier in Flammen, und viele Christen,welche in den Thürmen waren oder zu löschen versuchten,wurden ein Raub des Feuers. Doch dieß Unglück vernichteteden Muth des Königs noch nicht. Erst als die wenigenMänner, welche aus einer Schar von sechzig Rittern undsiebenhundert Fußknechten allein dem Schwert der damas-cenischen Vorwachten entronnen waren, den Anzug einesgroßen damascenischen Heeres von zwanzig tausend Strei-tern , mit welchen Togthekin den Tyricrn zu Hülfe kam, mel-deten, beschlossen der König und der hohe Rath seiner Rit-ter, nach mehr als viermonatlicher Belagerung von TyruS.abzulassen, und über Alka nach Jerusalem zurückzu-I. Cbr. kehren ^). Am Sonntage vor dem Palmsonntage zog derKönig mit dem ermüdeten Heere durch das nach dem Oel-.berge führende Thor, durch welches der Heiland auf einemEsel einritt, in die heilige Stadt ein. Nachdem die Leidens-Woche unter Bußübungen und Werken der Frömmigkeit hin-gebracht worden, ward das Osterfest wegen der griechi-schen Gesandten, welche mit dem Könige gekommen, sehrprächtig begangen; der König trug in glänzender Umgebungseines Hofes die königliche Krone.
Viele andere Sorgen und das Ausbleiben von großenPilgcrflotten hinderten den König seine Regierung auch nochdurch die Eroberung von Tyrus zu verherrlichen. Durch
5s) L11,. Lg. XII. I — 7. x..ii- tcn Schriftstellern wird diese Bein-clier. Dam. v. 57. gerung oon Tyrus sehr unvollständig
Vzer. XI. 17. Don den Heyden letz- erzählt. Lun» Ooiun. c>. g. O,