Druckschrift 
2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
127
Einzelbild herunterladen
 

König Balduin I.

1:7

Wege begannen die Kämpft mit den Türken und große Ge- J.^hr.fährlichkeiten und Beschwerden. Denn die Türken hartenauch das Land verödet, so daß es den Wallbrüdern an allerNahrung gebrach. Diese aber, als sie keinen bewohnten Ortantraftn und die Müden und Schwachen, welche dem Heerein einiger Entfernung nachfolgtcn, von den überall lauern-den Türken erschlagen wurden, argwöhnten schändlichenVerrath der Griechen. Raimund undTzitas, meinren sie,hätten von den Feinden des Glaubens Geschenke genommen,um dafür die Franken durch solche Wüsten auf die Schlacht-bank der Türken zu führen ^). In diesem Argwohn wur-den sie noch durch die Aeußerungen des Unwillens über ih-ren Ungestüm bestärkt, welche dem Grafen Raimund sowohlals Tzitas und den übrigen Griechen entfahren waren.

Denn diese sahen bald, daß der Ungestüm und die Wildheitjenes Volkes keine Granzen kannten. Eine griechische Stadtjenseits des Flusses Haly, obgleich der Clcrus und die übri-gen Einwohner derselben mit Kreuzen und den heiligen Evan-gelien ihnen cntgegengezvgen waren, zerstörten die Wallbrü-dcr und ermordeten darin die Priester, so wie die übrigenChristen ^). Auch unter sich blieben diese gottlosen Wall-brüdcr nicht einig. Um die Schwachen und Kranken gegendie Nachstellungen der Türken zu schützen, wurde im Racheder Fürsten beschlossen, daß sieben hundert longobardischeRitter die Nachhut und eben so viele Französische die Vor-hut des Heers halten sollten Als nun eines Tages fünf hun-dert Türken die longobardische Nachhut mit großem Geschrey

) Albert von Air (Vin. y,) brüder zogen, von den Türken ver-erzählt dieses alü wirkliches Factum. wüstet.

Nach A n n a C v ui nena aber war

das Vaud, durch welches die Wall- L7) Lrum Lonrn. a. a. O.