I- Ckr.nor.
114 Geschichte der Kreuzzügc. Buch II. Ka p. Xis.
Zwölftes Kapitel.
b» eben der Feit, welche im Reiche Jerusalem mancherleyBekümmerniß und Sorgen, innern Unfrieden und Hader ge-bar, erlitten drey große und aus der Blüte von Rittern undVolke zusammengesetzte Kreuzesheere, von den edelsten undtapfersten Fürsten angeführt, einen nichr weniger schmähli-chen Untergang, als bcym ersten Kreuzzuge die zusammen-gerafften Scharen, welche Peter den Einsiedler, den MönchGottschalk Walther Habenichts, den Grafen Emico und an-dre theils unfähige, theils gottlose Männer zu Führernhatten.
Als der Ruf der großen Thaten, welche von den Hel-den des ersten Kreuzzugs im Kampfe mit den Ungläubigendurch Gottes wunderbareHülfe vollbracht waren, im Abend-land sich verbreitete '), und die Erzählung von den wun-dervollen Ereignissen, welche so manchem einzelnen Wall-bruder begegnet waren und seinen wankenden Glauben ge-stärkt hatten 2), die frommen Christen erbaute, da ergriff
1) Ordert« Vit. Iah. X. 701.Lkron. I7isx. sei a. 1101.
2) Oer Abr Euibcrt hat in sei-ner Geschichte von Jerusalem einesolche Legende von einem Kreuzritter,der um Rache gegen die Mörder sei-nes Bruders zu erlangen, seine
Seele dem Teufel verschworen hatte,aber n. iircnd der ersten Kreuzfahrtvon aller Anfechtung des Bösen frei»blieb, als eine wahre und ihm voneinem sichern Zeugen berichteteGeschichte ausgenommen. lab.VN.