König Balduin I.
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Zehntes Kapitel.
Aie Eintracht war auch dadurch nicht befestigt, denn z. Chr.Tankrcd kam "weder nach Bethlehem noch nach Jerusalemund weigerte sich den Grafen Balduin als König anzuerken-nen. Der König aber kam am andern Tage nach seinerKrönung in die heilige Stadt zurück, hielt während drcyerLage im Palaste Salomo's eine feyerliche Versammlung allerBarone des Reichs und saß vierzehn Tage lang zu Gericht,um alle Klagen zu vernehmen und das Unrecht zu bessern.
In diesen Tagen trat auch der Ritter Waldemar Carpencl alsKlager wider Tankred auf, weil dieser die Stadt Chaifa,welche ihm der Herzog Gottfried verliehen habe, ihm vor-enthalte, und Balduin lud den Ritter Tankrcd als Barondes Reichs vor sein Gericht. Tankred antwortete den Baro-nen, welche der Satzung gemäß ihn luden, mit Trotz, erwisse nichts davon, daß Balduin König und Richter in Je-rusalem sey. Aber die Macht des Gelübdes der Lehentreueauf das Gemüth der Ritter war so stark, daß dennoch Tan- 'krcd auf die dritte Labung um eine Zusammenkunft mit demKönige an dem Flusse zwischen Joppe und Arsuf nachsuchte.
Denn wer nach der dritten Ladung nicht erschien, hatte nachden Satzungen des Reichs die Treue gebrochen- Als sie ind eser Unterredung sich nicht versöhnen konnten, so wardeine „weyte zu Chaifa verabredet. Doch vorher noch ward