88 Geschichte der Kreuzzügc. Buch II. Kap. IX.
ihren Holen hervorkamen, immer Einer hochgeehrt und zuden Uebrigcn geschickt; während dieser in der Höle war,wurden die mit ihm hervvrgckommenen getödtet, und derBetrogene hatte, wenn er zurück kam, das Schicksal derklebrigen. So wurden, ohne daß die Hinterlist gemerktward, alle Männer, zweyhundcrt und dreyßig an der Zahl,erschlagen. Die Weiber und Kinder, welche endlich, alskeiner der Männer zurück kam, die Hinterlist des Königsahndeten und daher sich weigerten, hcrvorzukommen, wur-den durch den Rauch des am Eingang der Holen angezündc-tcn Feuers genöthigt, ihre Schlupfwinkel zu verlassen undsich den Rittern als Beute preiezugeben- Dann zog Balduinnach Hebron am todren Meer, wo die Gräber der Erzväterden frommen Sinn der Ritter entzückten; aber wegen derDürftigkeit des Landes stieg er, geleitet von Muselmännern,welche zum Christenthum sich gewandt hatten, über das ara-bische Gebirge in fünf Tagereisen und unter vielen Beschwer-lichkeiten und Gefahren durch Hagel, Eis, unerhörten Schneeund Regen, unter welchen dreyßig Mann vom Fußvolke er-lagen, in ein fruchtbares Thal unfern vom Berge SinaiIn diesem Thale hatte nach den Nachrichten, welche dieRitter einzogen, Moses durch zwei) Schlage mit seinemStabe aus einem Felsen den Bach hcrvorgcrufen, welcherdie Kinder Israels und ihre Lastthiere erquickt hatte und nochdamals mehrere Mühlen trieb. Fulchcr, des Grafen Ca-pellan, tränkte in diesem Bache seine Rosse "). Bey dem
r?) Balduin kam nach Gui-bcrr (K. Vll. e. 36.) aä Linaimontis nscjne ctovoxä...
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