Zo Geschichte der Kreuzzüge. Buchll. Kap.m.
Drittes Kapitel.
^as neue Reich, welches die fromme Tapferkeit der christ- ^lichen Ritter im gelobten Lande gegründet hatte, konnte nur ?durch den einmürhigcn Sinn seiner Beschirmer und durch dieBeständigkeit des Eifers im Abendlaude für die Beschüßungdes heiligen Grabes Dauerhaftigkeit erlangen. Aber schonwährend des Zuges, noch ehe die heilige Stadt erobert wor-den , hatte manchcrley Zwietracht die Fürsten und das Volkgetrennt, und um die Herrschaft in der heiligen Stadt warunter den Fürsten der Wallbrüder auf das heftigste gestrittenworden. Die Eifersucht und Verachtung, welche Völker ge-gen Völker oft hegen und in bitterm Ernst oder in spöttischemScherz äußern, wurde unter den Franzosen und Deutschenselbst am Grabe des Erlösers nicht vergessen; Herzog Gott-fried harte oftmals seine ganze Thätigkeit anzuwenden, umden Ausbruch des heftigsten Kampfes zu verhindern, und dießkonnte nur ihm gelingen, der an den Gränzen von beydcnVölkern geboren, auch ihrer beydcn Sprachen mächtigwar '). Wie konnte bcy solcher Zwietracht unter den latei-
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