' Chr. Noch trauriger war das Schicksal, welches der Nor-mann Robert durch Leichtsinn, Schwäche des Charaktersund Unbeständigkeit sich bereitete. Denn Robert war zwarein tapferer Ritter, auch in der Rede nicht minder gewandtals in der Schlacht, in vielen Dingen verständig und klug,von froher Laune und heiterm Sinn, freygebig, aber zumRegieren dennoch unfähig Auf seiner Heimfahrt ge-wann er in Apulien Sibylla, des Grafen Wilhelm von Con-versana Tochter, lieb, eine Jungfrau von bewundernswürdi-ger Schönheit, und nahm sie zur Gemahlin ^). Währender ein ganzes Jahr unthätig und citcln Genüssen hingegebenin Apulien weilte, ward sein Bruder, der König Wilhelmder Rothe, auf der Jagd im Neuen Forste bcy Winchester vonWalter Tyrrcl durch unglücklichen Zufall erschossen und seinjüngerer Bruder Heinrich bemächtigte sich widerrechtlich desThrons. Eine zahlreiche Partei) harrte voll Sehnsucht der An-kunft Roberts, umseine, als des altern Bruders Ansprüche aufden Thron aufrecht zu erhalten, denn viele liebten seinenfrohen heitern Sinn und hofften von seiner Frcygebigkeit einangenehmeres Loos als von der Strenge Heinrichs. Unter
wähnt. Der Abt Suger erwähnt a.<r. S. eines Kampfes auf jenerBrücke, wo unter den fliehenden Rit-tern nicht dcS Königs, sondern desGrafen Thibaut die Brücke brach;aber er erwähnt dabcy des Todesvom Grafen Roben nicht. AllsSchriftsteller sehen den Tod Robertsin das Jahr rill. Vrcdius (Sixii-
I-iom. x- s) wil! noch eine UrkundeRoberts v. I. 1112. gesehen haben,und seht daher seinen Tod in diesesJahr.
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