Herzog Gottfried. 2;
bestiegen die Heyden Robert., Cuno von Montag» und vieleandre tapfre Ritter die Schiffe und fuhren nach Constanti-nvpel, wo sie vom Kaiser Alexius mit freundlicher Aufnahmeund herrlichen Geschenken geehrt wurden. Von dort kamendie Pilger bald in ihre Hcimath, froh der Heimkehr. GrafRaimund aber kehrte nicht mit ihnen heim, sondern beschloss,in Syrien zu bleiben, vielleicht von dem Kaiser Alexius be-wogen, der durch Raimunds Zuneigung und Freundschaftsich und die Gränzen seines Reichs wider Bocmunds Haßund Herrschsucht zu schützen wünschte, oder aus Neid gegenBocmund.
Wie mancher Pilger fand nunmehr in der Betrachtungder heiligen Reliquien, welche er aus den heiligen Ocrternmitgcbracht, in der Achtung und Verehrung, welche er nachseiner Rückkehr genoß, und in der andächtigen Aufmerksam-keit und Stille aller, wenn er von seinen Thaten und seinerwunderbaren Errettung aus schrecklichen Gefahren durchGottes Hand erzählte, den stillen aber befriedigenden Lohnfür alle ertragene Mühseligkeiten und Beschwerden! Aberzwcy der grössten Helden des ersten Krcuzzugs, die beydenRoberte, fanden nach ihrer Heimkehr keine beglückende Ruhe»Ein Abentheuer trieb sie nach dem andern, lind von einemunwiderstehlichen -Schicksale wurden sie verfolgt.
Der Graf Robert von Flandern kam schon im Herbstedieses Jahres in sein Land zurück, und ward mit großen Eh-ren von dem Könige und de:: Fürsten Frankreichs, mit gro-ßer Freude von seinen Untcrthanen empfangen "). Unterallen aus dem heiligen Lande heimkehrenden Fürsten war er
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