Druckschrift 
2 (1813) Das Koenigreich Jerusalem und die Kämpfe der Christen wider die Ungläubigen bis zu dem Verluste der Grafschaft Edessa und dem Kreuzzuge der Könige Conrad des III. und Ludwig des VII im Jahre 1146
Entstehung
Seite
20
Einzelbild herunterladen
 

2v Geschichte der Kreuzzüge. Buch H. Kap. II.

2-^Ke. Sie zogen auf demselben Wege an der Meeresküste zu-rück, auf welchem sie unter so großen Mühseligkeiten nachJerusalem gekommen waren, über Akka, Tyrus, Sidon undTripolis nach Dschibel, obgleich sie nur wenige Waffen hat-ten, dennoch von den Ungläubigen nicht beunruhigt, son-dern selbst Lebensmittel wurden ihnen auS allen Städten fürbilligen Preis gereicht. Denn der glorreiche Sieg der PilgerHey Askalon hatte alle Muselmänner mit Furcht und Schrek-ken erfüllt ^). In der an Wein und Früchten reichen Ebnevon Dschibel, als die heimkehrenden Pilger dort gelagertwaren und zwey Tage ruhten, kam zu ihnen die Nachricht,daß der Fürst Boemund ans bloßer Herrschsucht die Stadt Lao-dicca hart bedränge. Denn diese Stadt war nicht den Un-gläubigen, sondern dem Kaiser von Constantinopcl unkcrrhanund von christlichen Griechen bewohnt. Zu der Zeit nämlich,als die Pilger Antiochien belagerten, ward Laodicea vonWincmar aus Bologna, welcher mit einigen Schiffen auSAntwerpen, Friesland, Flandern und der Provence Aben-theuer wider dieSaracenen im mittelländischen Meere suchte,erobert und hernach dem Grafen Raimund übergeben- Die-ser überantwortete die Stadt dem Kaiser AlezstuS Des-halb verdroß es vornehmlich den Grafen Raimund, daßBoemund diese Stadt berannte und so hart bedrängte.Denn cS halfen ihm auch Pisancr und Genueser, welche ge-kommen waren, um den Fürsten wider die Ungläubigen zuhelfen und am heiligen Grabe zu beten. Diese hatte Boe-mnnd theils mit freundlichen Worten, theils mit ungerech-ten Beschuldigungen gegen die Lavdicencr, alS hätten sie dasVolk Gottes auf seinem Zuge nach der heiligen Stadt den

Ceae eoiEi»i2 irnraverirnk. ^11)..^<1. VI. 59.

Z) .^N)ert. ^cinens. VI. 54 .9) a. a. L>.