404 Geschichte der Krcuzzüge. Buch I. Kap.XHI.
Lehen sich halten Wenn das Lehen und Vermö-gen eines andern Mannes zur Bezahlung einer in, Hofe an-erkannten Schuld nicht hinreichte, so konnte das Crkcnnt-niß des Hofes den Herrn bevollmächtigen, den Schuldnerins Gcfängniß zu werfen, bis er mit dem Gläubiger sichabfand, oder sich erbot, zu leisten, was die Satzung we-gen gefangener Schuldner ^ ihn, auflcgter Dieses be-stand darin, daß er zuerst eidlich versicherte, daß er nichtsanderes weder öffentlich noch heimlich besitze als das Kleid,womit er sich bedeckte und das Tuch seines Bettesund dann seinem Gläubiger sich zur Gefangenschaft über-lieferte. Dieser durfte ihm zwar nicht Ketten, aber erkonnte ihm doch einen eisernen Ring am Arm, zumZeichen, daß er in der Gewalt eines andern wegen Schuld
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anlegcn. Der Gläubiger war verbunden, einem solchen Ge-fangenen die nothwendigsicn Lebensbedürfnisse, wenigstensBrot und Wasser, ein Winterkleid und ein Sommerkleidund zwcy Wammser zu reichen. Dafür wurde durch das-jenige, was er ihm gab, die Cchuidfordcrung vermehrt, sowie durch den Dienst, welchen der Schuldner dem Gläubi-ger etwa leistete, die Schuld vermindert und endlich ganzgetilgt wurde
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