298 Geschichte der Kreuzzüge. Buch I. Kap. XI.
schweifender Frcygcbigkcit ihren Raub dem Herrn, oderbrachten ihn als Almosen, den Alten, den Armen undden Kranken. Andere bekannten laut ihre Sünden, undgelobten Besserung ^s). Wo sah man je eine so schnelleUmwandlung -»)?
An der Thür der Kirche des heiligen Grabes stan-den die Christen von Jerusalem mit ihren Geistlichen, außerdem Patriarchen, der vor dem Anfänge der Belagerungnach Cypcrn gereist war, um Almosen zu sammeln, und vonhier aus die christlichen Fürsten in den Mühseligkeiten undEntbehrungen wahrend der Belagerung der heiligen Stadtmit Granatäpfeln, Ccdcrnapfcln von Libanon, köstlichemWein und gemästeten Pfauen erfreut hatte »-H. Sic führ-ten die Wallbrüder in die Kirche, und erhüben mit ihnenihre Stimme, um Gott zu danken für die Bcfreyung sei-ner heiligen Stadt von dem schmählichen Joche der Tür-ken >»). Die größte Ehre wicderfuhr Pctern dem Einsiedler,welchem die christlichen Priester knicend dankten, und nächstGott den meisten Antheil an ihrer Rettung aus den bis-herigen Trübsalcn zuschriebcn ^).
Peter hatte damit sein Gelübde erfüllt, und nahm von
72) D o d. dl o n. S. 76 , DLim.ü e d §. S. 17 Y- OssrL h' r r n c.
exp. Hioeos. S- 566. n. a.
77 ) Uber darin» nicht «umög-lich, wie Voltaire in seinerHist. der Leoisaclee ans übertrie-benem historischen Seepticismusmeint, Versteifend, daß diese Mord-sceiicn inIerusale m verfielen,von Menschen, die aus Rcligions-cifcr die Waffen ergriffen hatten.
die mit jedem abgehaucnen Muscl-mannkopsc eine» Anspruch mehrauf das Himmelreich zi, erhalten,und durch das Morden Gott zudienen wähnten.
7°) eflb. dcp VI. 39 ,
»7) kald,-. S. iZq. Wild.V) r. VIII, 23.
7 7) II r. VIII, 23.