290 Geschichte der Kreuzzüge. Buch!. Kap. XI.
3 . iosy. Feuer ergriffen wieder ihre Maschinen; den Wallbrüdcrnaber war verrathen worden, daß Weinessig dicß Feuerlösche, und damit hatten sie reichlich sich versehen ").Als durch Feuer und Steine die Maschinen der Christennicht verderbt wurden, wurden Hexen auf die Mauerngeführt, um durch Zauberformeln ihre Wirksamkeit zuhemmen, aber ein ungeheurer Stein, aus einer Maschinegeworfen, zerschmetterte zwei) Hexen, welche diese Maschi-nen zu besprechen auf die Mauer gekommen waren, unddrey Mädchen, welche sie begleiteten ^ ). Zwey Boten,welche von Askalon kamen, um die Vcrthcidiger von Je-rusalem zur ausharrenden Gegenwehr zu ermuntern, in-dem in vierzehn Tagen ein Heer zum Entsatz der Stadtkommen werde, wurden ergriffen, weil cs an Tankreddurch zwey Muselmänner verrathen war, daß durch dasunbesetzte Thor im Thale Josaphat die Boten von Aska-lon gewöhnlich eingelassen würden. Der Eine von ihnenward von einem hitzigen Jünglinge mit einer Lanze durch-bohrt, der andere, nachdem er seinen Auftrag ausgcsagt,aus einer Maschine gegen die Mauer geschleudert ").
Ungeachtet aller dieser Vortheile war um die siebenteStunde, selbst nachdem der Herzog von der Normandieund Tankred bcym Stephansthore die Mauer durchbro-chen hatten, so wenig Hoffnung zur Eroberung der hei-ligen Stadt, daß die Fürsten beschlossen, die von demFeuer und den Steinen der Belagerten sehr beschädigtenMaschinen zu entfernen, und an dem folgenden Tage denAngriff zu erneuern. Die Ritter jammerten laut, daß
,VIb. VI. >Z.
") ksiin. r! s /tß. p.
WUK. IHr. VlU. iS.
") ä,lb. äh. VI, i3.