Grüubuug des Königreichs Jerusalem. 251
Nun wurden wahrend des Marsches die Greise und i°yy-Kranke, welche den Waffenfähigen nachfolgtcn, zuweilenvon Haufen türkischer und arabischer Räuber überfallen.
Dieß bewog den Grafen Raimund und etliche tapfere Rit-ter, in einiger Entfernung hinter dem Heere, in Hinter-halt sich zu legen, aus welchem sic die Räuber einige Maleüberfielen, ihnen ihre Gefangenen und Beute, selbst ihrePferde abnahmen, und damit ihren Ueberfällcn ein Endemachten 22). — Co kam es, daß durch neuankommcndePilgrimme Raimunds Heer sich täglich vermehrte. DerRath einiger, den bisherigen Weg zu verlassen, und Gi-bel, eine Stadt an der Meeresküste, zu belagern, wardauf Tankrcds Widcrrathcn verworfen; aber bald hernachward doch für gut befunden, auf der Straße nach Da-mast nicht weiter fortzuziehn, sondern der Meeresküste sichzu nähern, wo übers Meer sowohl die Wallbrüdcr vonAntiochien, Laodicea und Cppcrn her mit Lebensmitteln ver-sorgt, als auch die Verbindung mit den in Antiochien zu-rückgebliebenen Fürsten leichter unterhalten werden konnte.
Auch auf diesem Wege baten die Ungläubigen, entweder umFrieden und Schonung, oder verließen die Städte undDörfer, wodurch oft viele Güter und Lebensmittel, wel-che darin waren, den Wallbrüdern! zuficlen 2?). Nurdie Bewohner eines Schlosses, welches am Abhang einesHügels erbaut war, überfielen die Wallbrüder, welche inden Dörfern des Thals Lebensmittel suchten. Darum be-raunte Graf Raimund mit den Scinigen, in Schlachtord-nung, und mit dem gewohnten Feldgeschrcy: „Gott hilf"das Schloß von drey Seiten. Die Ungläubigen, welche
22) It-rim. 6s s>. 162. 2S) lg, l6§.