222 Geschichte der Kreuz) ü ge. Dlich I. Ka p. vm.
2 . r°98> mrmd, welchen eine schwere Krankheit hinderte 5 an demrühmlichen Kampfe Theil zu nehmen, blieb mit zwcyhun-dcrt Mann zur Bewachung in der Stadt.
Die türkischen Ritter an der Brücke nahmen, sobaldHugos Schlachtordnung gegen sie vordrang, so eilig dieFlncht, daß sie sich kaum die Zeit nahmen, ihre Pferde,welche sie verlassen hatten, wieder zu besteigen. Dann zo-gen die Wallbrüder gegen das Gebirge, welches zwcytau-send Schritte vom Brückenthore entfernt war, damit sienicht im Rücken angcfallen werden möchten. Auch jetztrettete Korbogas Unverstand die Wallbrüder. Auf denklugen Rath seiner Emire, die Christen anzugreifen, wah-rend sie noch im Ausziehen begriffen waren, gab er diestolze Antwort: „Laßt sie alle herauskommcn, damit kei-„ ncr in der Stadt zurückbleibe und unfcrm Schwert ent-komme," und erwartete, nachdem er sein Heer in zwei)Theile getrennt, ihren Angriff -o). Indem die Wallbrüdergegen das türkische Heer anzogen, wurden ihr Muth undihre Kräfte gestärkt durch einen erquickenden Thau, wel-chen alle als ein Zeichen der großen Gnade Gottes gegensein Volk erkannten. Ehe sie dem Lürkcnheer, welches sichnach dem Gebirge hin znfammcnzog, nahe kamen, ermun-terte der Bischof von Puy sie durch eine neue Rede, in wcl-cher er durch die Hoffnung unermeßlicher Beute dieBcwcg-
Der Mönch Robert er-zählt, Korboga habe von einen,Berge die Wallbrüdcr ausziehcngesehen, indem ein AqnUanicr,welcher aus Hunger zu den Tür-ken nöcrgcgangen „nd ungläubiggeworden st», und ihn, Nachrichtvon der bedrängten Lage der Chri-
sten gegeben habe, ihm die Na-men der verschiedene» Heerführerangezcigt habe. Als der türki-sche Fürst das zahlreiche undwot>gcrüstetc Volk Gottes gese-hen habe, sei) der Renegat aufseinen Befehl sogleich geköpft wor-den. S, ÜZ.