Druckschrift 
1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
Entstehung
Seite
218
Einzelbild herunterladen
 

2l8 Geschichte der Kreuzzüge. Buch I. Kap.VIII.

3- loys. Antiochien ihm übergeben, oder nach dreyen Tagen entwe-der abziehen, oder zur Schlacht sich bereit halten. Doch seyeudie Fürsten des Volks Gottes bereit, den Streit mit ihmum diese Stadt durch eine» Kampf zu beendigen, den erselbst mit Herzog Gottfried oder ein Haufen der Türken miteinem gleichen Haufen der Wallbrüder bestehen möge.Korboga antwortete:daß einem Volke in ihrer Lagenicht zusichc, Bedingungen vorzuschrciben, sie hartennur zwischen Tod und Sklaverei) die Wahl." Da be-gann der Graf Herluin Schmähungen zu reden, undbeyoen Gesandten ward angcdcutck, sich aus dem Lagerzu entfernen,

Fürsten und Volk liefen, als Peter in die Stadt ge-kommen, zusammen, begierig von ihm Korbogas Ant-wort zu vernehmen; aber Gottfried ließ ihn nicht erzäh-len, wie verächtlich der türkische Fürst vom Volk Gottesgeredet habe, damit das Volk nicht muthlos werde, undgebot ihm zu sagen, daß die Türken die Schlacht ange-nommen hatten. Darauf ward allen Wallbrüdern durchdie Stimme des Herolds bekannt gemacht, daß nach drei)Tagen gegen Korboga gestritten werden, und das Volkdurch Fasten seine Sünden abbüßcn solle. Mit lautem Jubelvernahmen dicß die Wallbrüdcr. In diesen drei) Ta-gen war in Antiochien hie größte Thätigkcit. Die Pil-grimme vergaßen der bisherigen Mühseligkeiten und desMangels; während die Priester beteten, schärfte dasKricgsvolk Schwerte und Lanzen, und besserte die Rü-stung; wer zu essen hatte, theilte demjenigen mit, wel-cher nichts hatte 2 z).

22) Hui sliljmä olloallum llabuit, non lisbsmi «lislribuic.Kob. lUloo. s>. §2.