Gründung des Königreichs Jerusalem. 217
Feind, zu singen: „Herr, viel Feinde haben sich ver- 2 .rsyz.
sammelt und rühmen sich ihrer Stärke, vernichte ihreKraft, Heer, und zerstreue sie, denn keiner streitet füruns, als du, 0 Herr." Als er dieß geredet, sey auchdie heilige Jungfrau erschienen, und Habe zu ihrem Sohngesagt, dieß sey das Volk, für welches sie so oft zu ihmbete. Der Priester, als er dieß den Fürsten, außer Gott-fried, der am nördlichen Thor an seinem Posten war,vorgctragen, crboc sich zur Bestätigung seiner Aussagedurchs Feuer zu gehen, oder von einem hohen Thurmsich herabzustürzen. In einer andern Nacht sahen dieWallbrüder einen Hellen Stern über der Stadt, welcherzuletzt in drey Lheile zertheilt auf die Türken niederste!.
Dadurch war der Muth des Volkes so belebt, daßes jetzt in die Fürsten drang, gegen die Türken auszu-ziehen 22). Die Wallbrüder schworen unter einander,nicht eher in ihre Heimath zurückzukehren, als das Grabdes Heilandes und die heilige Stadt erobert sey, und ihreFürsten beschlossen durch die heilige Lanze des Siegs gewiß,einen allgemeinen Ausfall gegen das türkische Heer. Dochward zuvor ein Waffcnsiillestand mit Korboga zu Unter-handlungen geschlossen. Peter der Einsiedler ging mitdem Grafen Herluin, welcher der arabischen Sprache kundigwar, ins Lager der Türken. Nachdem er mit Gewaltgenothigt war, dem türkischen Heerführer die gewöhnlicheEhrerbietung zu beweisen, redete er in trotzigem Tone desInhalts: Korboga solle mit seinem ganzen Volke zumChristcnthum sich wenden, alsdann wollten die Christen
*2) Vulßu; elirm, c^uocl <Iie- brlur', priiicssidus meäo con-bus praeteiitis lor- vicisyLlur c!s delli tlilsuous»
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