214 Geschichtc der Krcuzzüge. Buch l. Kap. VIII.
3 ,oyZ. E^de hinabgestiegcn, habe eine Lanze hervorgeholt, wel-che er ihm in die Hände gegeben mit dem Bedeuten, daßdicß die Lanze sey, welche die Seite gcöfnct, aus welcherdas Heil der ganzen Welt ausgeflossen sey. Mit Freudcn-thränen habe er den Apostel gebeten, diese Lanze durch ihndem Grafen überreichen zu lassen. Aber der heil. Andreashabe dieselbe wieder in die Erde verborgen, und ihn vertrö-st«, wenn die Stadt erobert sey, dann solle er mit zwölfMännern hingchcn und die Lanze an diesem Ort wiederansgraben. Hierauf habe der Apostel in sein Zelt ihnwieder zurück gebracht. Er aber habe nicht gewagt, sovornehmen Männern des Apostels Auftrag zu verkündigen.Hernach sey der heil. Andreas mit seinem Begleiter ihmwieder erschienen, als er um Lebensmittel außer dem La-ger gewesen sey, und ihn erinnert, seinen Auftrag auszu-richten; er aber habe ihn ersucht, einen andern zu erwäh-len. Darauf habe eine heftige Augcnkrankheit ihn über-fallen , welche er als eine Strafe seines Ungehorsams an-gesehen. Zum dritten Mal seycn ihm beyde Männer er-schienen, als er mit seinem Herrn Wilhelm zu St. Simeongewesen; sein Herr, der mit ihm in einem Zelt geruhet,habe des Apostels Rede, und seine wiederholte Bitte, denAuftrag ihm abzunehmcn, vernommen, aber den Apostelselbst nicht gesehen. Dazumal habe der heil. Andreas ihmauch geboten, dem Grafen zn sagen, er solle, wenn er anden Jordan komme, sich nicht darin baden, sondern znSchiffe herüberfahrcn, dann mit einem Hemd und .leinenenHosen bekleidet sich mit Wasser des Jordans besprengen,und diese Kleider, wenn sie getrocknet, nebst der heiligenLanze aufbcwahren. Als er ins Lager zurückgekommen,sey er verhindert worden, den Grafen und den Erzbischof