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1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
Entstehung
Seite
192
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ry2 Geschichte der Kreuzzügc. Buch l. Kap. VH.

1.1098. Fürsten hatten beschlossen, hier rnhig die Rückkehr dersiegtrunkenen Ungläubigen zu erwarten. Bald nachdemVormund und Graf Raimund sich mit ihnen vereinigethatten, meldeten die ausgesandten Kundschafter die An-kunft der Türken. Wahrend die übrigen voll Muth ihnenentgegen zogen, begab Gottfried sich nach einer Anhöhevor dem Vrückcnthor, um den Feinden die Flucht nachder Stadt,- und den Antiochcnern, deren eine große An-zahl bey der Brücke sich versammelt hatte, den Weg zumBeysiand ihrer Brüder zu verwehren. Die Wallbrüdererfochten einen herrlichen Sieg; die Türken suchten nachder Stadt zu fliehen, aber Herzog Gottfried und dieSeinigen erschlugen die Flüchtlinge, oder trieben sie zumMordschwert der andern Pilgrimme zurück. Auch die,welche nach der Stadt gelangten, kamen wieder zurück,weil Bagi Sejan die Thore verschlossen hatte, damit siedesto tapferer kämpfen möchten. Die Zeugen dieses Kam-pfes können nicht Worte finden, um ihre Bewunderungüber des Herzogs .Großthatcn an diesem Tage auszn-drücken. Sein mächtiges Schlachtschwert spaltete miteinem Hieb durch den Helm die Köpft mehrerer Ritter;einen durchhieb er durch den Harnisch so, daß der obe-re Thcil des Körpers vom Pferde siel, und mit demuntern Thcil das Pferd zur Stadt lief. Währenddie Wallbrüder seine und ihrer andern Ritter Hclden-thaten bewunderten, wehklagten ,anf den Mauern derStadt Greife, Weiber und Kinder über den Tod ihrerSöhne, Männer und Brüder. Erst der Einbruch derNacht machte dem Morden ein Ende. Die Wallbrüderrühmten sich, daß unter den Erschlagenen der Sohn desFürsten und zwölf vornehme Emirs gewesen. Wenig-