Druckschrift 
1 (1807) Gründung des Königreichs Jerusalem
Entstehung
Seite
185
Einzelbild herunterladen
 

Gründung des Königreichs Jerusalem. 135

Sünden über sie geschickt. In dieser Meinung bestärkte sie 1098.noch mehr ein heftiges Erdbeben, von welchem am erstenJanuar das ganze Land erschüttert wurde, Und ein HellesNordlicht, welches vielen Wallbrüdcrn eine nie geseheneErscheinung war Darum verordnte der Erzbischofvon Puy, als päpstlicher Legat, ein dreytägigcs allge-meines Fasten im ganzen Heere, Processioncn, Almosen,feycrlichc Messen und Absingung von Psalmen; er entfern-te aus dem Lager nicht nur die Frauen, welche ihre Reizeverlausten, sondern, damit keine Unzüchtigkeit das VolkChristi beflecke, auch die Ehefrauen; den Letztem wurdendie benachbarten Schlösser zum Aufenthalt angewiesen.

Er verbot jede Unzucht bcy Todesstrafe. Unmäßigkcit imEssen und Trinken, falsches und unnöthigcs Schwören,Betrug in und außer Handel, Diebstahl und Raub soll-ten mit den schärfsten Strafen geahndet werden, und eige-ne Richter wurden bestellt, um jede Verletzung dieser Ge-setze mit unabbittlicher Straft zu verfolgen Dieserstrengen Verbote ungeachtet ward bald hernach ein Mönchder Unzucht angeklagt und durch das Gottesgericht desglühenden Eisens überführt. Der Mönch und seine Ge-liebte wurden vom Bischof Adcmar verdammt, von Peit-schenhieben zerfleischt und alsdann nackend zur Wartungaller übrigen im Lager hcrumgcführt zu werden ^). Vieleandere wurden wegen gleicher Verbrechen geschoren, ge-brandmarkt oder in Fesseln gelegt.

In PNINL NVCÜ5 vioili» ic»coelnm rudivunilum » Lsprem-lrions luil, uc suvorc»

Lurors «Nein ästerrs viclererur.II »im. tlc ^Vtziles p. i-j2.

I'ulclier. LLrnor. x.'

8-H.

2^) 6 nibsrt. ^ b t>. Zo/-Llberr. ^^usns. III, ä/.