i6c> Geschichte der Kreuzzüge. Buch!. Kap. Vl.
Ä. roy7. Uebergabe machen; aber aus Furcht vor den Türken wie.sen sic dieselben ab. Darauf schlug Tankred die Türken,welche ihm entgegen zogen, und verheerte das Land, la-gerte dann sich vor den Mauern der Stadt, drohte dertürkischen Besatzung mit einer Belagerung, wenn Boemundund die übrigen Fürsten angckommen, versprach ihr aber Si-cherheit und Belohnungen, wenn sie friedlich die StadtÜbergabe, so daß sie zur gütlichen Unterhandlung sich ent.schloß, die Banner Tankreds auf den Mauern der Stadt auf-pflanzte, aber bis zur Ankunft Bocmnuds sich den Besitz derStadt vorbehielt. Bis dahin blieb Tankred vor der Stadtgelagert.
Auf demselben Wege waren Graf Balduin, Peter vonEtadcneis, Reinhard von Toul und Balduin von Bourgmit ihren Pilgern gezogen, aber von der richtigen Straßeabgekommeu, und in einem dürren Lande herumgcirrt vonMangel an Lebensmitteln gedrückt. Von einem hohen Berge,auf welchen sie endlich gelangten, und wo die Aussicht ineine weite Ebene bis an die Küste des Meeres sich ihnen er-öfnete, erblickten sic bcy Tarsus ein Lager. Zu gleicherZeit sahen dicß Heer die von Tankred auf Warten ausge-stellten Wächter, und gaben Kunde von der Ankunft einesHeeres. Vcyde hielten sich für türkische Scharen, dennBalduin wußte nicht, welches Weges Tankrcd gezogen,und Tankred war der Meinung, es seycn Türken, welcheTarsus zu entsetzen kamen. In gleicher Meinung erhobendie Türken auf den Mauern ein lautesIubclgeschrey. Bal-duin stieg aber in die Ebene herab, um Lcbensmit-Fel seinem darbenden Heere zu verschaffen, und Tankredzog ihm in Schlachtordnung entgegen zur kräftigen Gegen-wehr. Aber als die Heere sich genähert, erkannten sie sich