Gründung des Königreichs Jerusalem. 14z
bald zu dem übrigen Heer zurück zu fliehen. Wenn 2-1097.gleich Kilidsch Arslen seinen Plan verrückt sah, als die-ser Haufe nicht in die Stadt gelangt war, so wagte erdennoch einen neuen Angriff. Nun vereinigten sich wi-der ihn alle Heerführer mit ihren Scharen '?). Mit jegewisserer Hofnnng des Siegs die Türken in die Schlachtgezogen waren (denn jeder trug einen Strick, um damitdie gefangenen Krenzbrüder zu binden), um desto muth-loscr und kraftloser kämpften sie, als ihr erster Angriffvereitelt war. Bald war die Flucht des türkischen Heersallgemein; viele wurden erschlagen, viele gefangen ge-nommen; die andern flohen zurück aufs Gebirg. DieFürsten und viele Herren erwarben sich in diesem Kampfewigen Ruhm, als Walter von Garlande, des Königsvon Frankreich Speisemeistcr, Beit von Porsessa, Rogervon Barnaville, Balduin Caldcron und Andere ").
Von diesem Tage an wagte der türkische Fürst kei-nen Kampf zur Rettung feiner bedrängten Hauptstadtund zur Befreyung seiner eingcschlossencn Gemahlinnen.
Aber die Besatzung ließ nicht nach in ihrer tapfer» Ge-genwehr, wenn gleich die Wallbrüder, um sie muthloszu machen, die Köpfe ihrer erschlagenen Brüder in dieStadt warfen, oder auf ihren Lanzen vor den Mauern
- 3 ) Es läßt sich ans? der ver-wirrte» und widersprechenden Er-zählung der verschiedenen Schrifi-sicllcr nicht ganz geinu, bestim-men , welches Heer von den Tür-ken angegriffen wurde. NachRaimund von Agiles warcs Gottfrieds Heer; andere, wieAlbcrtv 0 n A i p a. a. O. undnach ihm Wilhelm von Tyr
lassen den Grafen Raimund vonneuem angegriffen werden. Soviel ist gewiß, daß der Kampfbald allgemein geworden ist. NachAnna Coinncua fing dasHaupttreffen erst am andern Tagnach dem Angriff Raimunds an,nnd dauerte den ganzen Tag.
Willi. 1z-r. III. L. ^1-dorr, II, r/.