124 Geschichte der Kreu zzügc. Buch I. Kap. IV.
Z.I0Y7. Sobald Boemund das Kreuz angenommen, gewanner durch Echmeicheleyen und Geschenke H seinen NeffenLankrcd, daß auch dieser das Kreuz annahm, und unterihm zu streiten gelobte. So vereinigten sich zwey Ritterdes verschiedensten Charakters zum Streit für Christum.Taukrcd wich seinem Oheim Boemund nicht an Tapferkeitund Rittersinu; aber er war so fromm als diesercherrschsüch-tig, habsüchtig und ruhmbegierig,ffo menschenfreundlich undliebreich, als dieser rauh und hart. Taukrcd war damals be-reits seit längerer Zeit zweifelhaft, ob cs nicht Pflicht sey, denWaffenrock gegen das Pricstergcwand zu vertauschen, weil derRitterorden, indem er Thcilnahme am Kriege nothwendigmache, dem Gebote des Heilandes, seinen Feinden zu ver-zeihen , entgegen sey. Erst die Aufforderung zum Streitgegen die Ungläubigen machte seiner Unentschlossenheitein Ende, und freudig nahm er die Waffen, da er sie ge-gen die Ungläubigen, welche der Heiland nicht unter jenemGebote begriffen, führen konnte ").
Mit einem Heere von zehn Taufenden zu Roß und vie-len zu Fuß aus dem Kern der italischen Krieger, wel-che des Kriegs seit langer Zeit gewohnt waren, gingen-Boemund nnd Lankrcd, 'noch che der Winter cinbrach,von Bari nach Dyrrachium über, nnd zogen langsam,weil die schlechte Witterung die Wege verdorben hatte, durchdie öden Gegenden des alten Macedonicns °), während der
2) inullis vchdns dlanllnüs^nsprsemissii lancreeluni vb-
renkuni e»r. II a li u 1 li ll a ei o-irivna. Oesla 1'ancreeli in Nar-ren« 'I'Iicsaur. aneeeiotor. 1.III. S. Hg. 1-eIIi sacei kiatoriain Nadillon Nüsse» iral. S.l44.
II a cl u II. ,La ei o in. S. HZ,
^11». »lesuens. II, iJ.
Alle Geschichtschreiber sage»cimni'ithi'g: Vocinund, und nachNun Robert von Flandern undRaimund von Toulouse, se!)cndurch Bulgarien gezogen. Aber