Gründung des Königreichs Jerusalem. 87
die Ucberblcibsel seines ganzen Heers hielt, aber gegen 3Abend waren doch gegen sieben Tausend wieder zu ihm ver-sammelt,
Mit ihnen zog er am andern Tage weiter, bis er alleine Stadt kam, welche aus Furcht vor ihm von den Ein-wohnern gänzlich verlassen war; er beschloß hier zu blei-ben , um die zerstreuten Flüchtlinge zu sammeln. Cie fan.den aber in der Stadt keine Lebensmittel, und nährten sichdaher von gedorrten Körnern der ans den Feldern umherreifenden Saat, denn cs war im Julius — weil ihnenalle ihre Wagen mit Lebensmitteln, zwcytauscnd an derZahl, von dcn Nissanern genommen waren. Nach drcy Ta-gen hatten dreyßlg Tausend wiederum sich eingesunken;aber zehn Tausend waren von den Nissancrn erschlagen odergefangen genommen..
Doch Peters Muth erwachte bald von neuem, als erzu Stcrnitz Gesandte des Kaisers Alexius antraf, welchechm zwar wegen des unordentlichen Betragens seines Heersin der Bulgaren Vorwürfe machten, aber auch zugleich diefrohe Nachricht brachten, daß der Kaiser die nöthigen An-stalten zur Bequemlichkeit seines Heers getroffen, so daß erüberall Lebensmittel finden werde. Dafür sollte er aber inkeinem Ort langer als drey Tage verweilen, damit nichtin seinem Heer die Lust zum Rauben erwache. Diese Bot-schaft war um desto erfreulicher, je größer der Mangel anLebensmitteln war, denn überall war das Land von denEinwohnern verlassen. Peter weinte Frcudenthranen, knietevor dem Angesicht seines Heers und dankte Gott laut fürdiese Gnade. Fröhlich zog ex mit seinemHeere weiter, fand
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