82 Geschichte dcr Krc II zzüge. B II ch l. Kap. II.
L. ioy6. Heer über den Fluß sey, ih:n in den Nucken fallen wer-de, wahrend die Bulgaren ihn von vorne angriffen. Pe-ter wartete von nun an auf Gelegenheit, diesem grausa-men Plan zuvorzukommcn. Als Walthers Heer über dieSau gegangen war, waren scchszchu Manu, welche oh-ne dessen Wilsen zu Ccmliu zurückgeblieben waren, umWaffen zu kauftn, von de» Einwohnern der Stadt grau-sam gcmißhandclt, aller ihrer .Habe, selbst ihrer Kleiderberaubt worden. Nackend kamen sic zu Walther und fleh-ten um Rache, aber Walther wollte nicht über den Flußzurückkehrcn, weil er nicht langer sich aufhalten wollte, undauch zur Belagerung der Stadt sich zu schwach fühlte.Als Peter ihre Kleider an Pfahle» auf den Mauern vonSemlin, vielleicht zur Warnung der n-achkommenden Pil-ger, aufgehangt erblickte, vermuthcte er gleich, wie sicdahin gekommen, und führte von Rache entbrannt, feinHeer sogleich gegen die Mauern. Der Befehlshaber unddie Besatzung waren nicht auf eine» so furchtbaren An-griff gefaßt, die Besatzung ward durch die Pfeile derPilgrimme von der Mauer vertriebe», Gottfried von Bn-rel aus Stampis, der Befehlshaber von bwcyhundert zuFuß und der Ritter Rainold von Brrüs, mit Helmund Panzer bewaffnet"), erstiegen sie zuerst, und nachihnen der größte Theil des Heeres. Sie drangen in dieStadt, viele der Einwohner versuchten ihnen zu widerste-hen, wurden aber zurückgcdrangr, und größtentheils er-schlagen, als sie durch das östliche Thor der Stadt zuentfliehen suchten. Wie wilde Thiere mordeten die Pil-
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