Gründung des Königreichs Jerusalem. 51
Aber die Vollendung behielt Urban einem glänzendernI.ioy;.Concil vor. Nachdem er zu Vercclli die italienischen Geist-lichen zur Beförderung der Reise des Herrn «) anfgefor»dcrt, begab er sich über die Alpen nach Frankreich. DennFrankreich war das Land, wo von jeher der größte Eiferfür das heilige Land gewesen, und sein ungehorsamer Kö-nig Philipp konnte am leichtesten gedemüthigct werden,wenn seine getreusten und mächtigsten Anhänger aufandere Weise beschäftigt und ihm entzogen wurden,- Frank-reich sollte also der Schauplatz dieser Verhandlungen seyn»'Nachdem auf Provinzialversammlungen zu Puy und an an-dern Orten die Geistlichkeit vorbereitet war »), wurden aufden achten Tag nach dem Feste des heil. Martins die Geist-lichen und Layen zum allgemeinen Concil nach Clermont inAuvergne berufen. Urban bereitete alles zu dieser Kirchen-versammlung so vor, daß sie eine der glänzendsten werdenmußte. Den Geistlichen ward bey Verlust ihrer Pfründegeboten, zu erscheinen, und den Bischöfen insbesondreaufgegeben, die weltlichen Herren in ihrer Diöccs zu bewe-gen, daß sie sich auf dem Concil cinfändcn ^). GanzFrankreich war auch schon durch Peter so für die heiligeUnternehmung eingenommen, daß außer vierzehn Erzbi-schöffen, zwey hundert'fünf und zwanzig Bischöffcn, vier
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II, 6.
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