, «ährend die Dame unter deren Aufsicht stand, folgendes: — Icht bin jetzt fern von Ihnen, schrieb sie an ihren Mann, kommen Sieaber gleich zu mir, ich befehle es, ich will es, ich liege vor Ihneni den Knieen, ich flehe Sie an! Meine Hand ist mit einems> Dolche bewafnct. — Zögern Sie, so tödce ich mich, gebe mir selbst
> den Tod, und Sie sind Schuld an meiner Vernichtung." — DaS>> hieß wie Corinna schreiben.
» Sie hatte zu seiner Zeit alle Kräfte angestrengt, sagte der Kai->, ser, alle Hülfsmittel aufgebocen, um den General der italienischenl Armee zu fesseln. Sie hatte ihm von weitem her geschrieben, ohne, ,hn zu kennen, als sic in seiner Nähe war, reizte sie ihn unaushör-
> lich. Ihr nach war es etwas Ungeheures, daß sich das Genie mit: einer kleinen unbedeutenden Kreolin verbinde, die nicht wcrch sei)j , es zu würdigen, oder zu verstehen, u. s. w. Der General antwor-! tele unglücklicherweise auf dieses alles nur durch eine Glcichgüleig-i keit, welche die Weiber nie verzeihen, und die auch, wie er lächelnd, bemerkte, in der Thar unverzeihlich ist.
Nach seiner Ankunft in Paris, fuhr er fort, fand er sich mitt demselben Eifer von ihr verfolgt, seinerseits aber dieselbe Zurück»i Hauung, dasselbe Schweigen. Doch hatte sichö Frau v. Stack nun
> «imnal vorgesctzt, ihm ein paar Worte abzugewinncn und mit dem^Besieger Italiens zu kämpfen, und trat also bei dem Feste,!, das Talleyrand, damals Minister der auswärtigen Angclegen-
Heiken, dem siegreichen Generale gab, ihm geradezu auf den Leib,i Mitren in einem großen Zirkel redete sie ihn an und fragte ihn,: ncn er für die größte, lebende oder tobte Frau halte? „Diejenige,, velche die meisten Kinder gehabt hat," antwortete Napoleon sehr: einfach. Frau von Stack war anfangs ein wenig verlegen, suchte
> sich dann aber doch wieder zu fassen, indem sie ihm bemerklichj «achte, daß er im Ruft stehe, die Frauen überhaupt nicht sehr zui ^ lieben. „Verzeihen Sie mir, entgegnece da nochmals Napoleon, ich« liebe die »reinige sehr, Madame!"
!! Der General der italienischen Armee hätte allerdings, fuhr derI Kaiser fort, die genuesische Corinna aufs äußerste für sich einnchmeni kimien, er fürchtete aber ihre politische Treulosigkeit und unmäsigel Ruhmsucht. Vielleicht hatte er Unrecht. Jedenfalls hatte diesea 'Heidin bereits zu viele Schritte gekhan, war zu sehr zurückgcschreckt!, Norden, um nicht seine erbittertste Feindin zu werden. „Zuerst hetzte».sie Benjamin Constant auf mich, bemerkte der Kaiser, der nicht«^ eben auf die rechtlichste Art in diese Laufbahn trat. Alö das Tri-bunal gebildet ward, drang er mit den heißesten Bitten in den er-sie» Consul, um dabei mit angestellt zu werden. Noch Nachts uml, U Uhr bat er dringend, und um Mitternacht, als er geworden waS