handelte, noch nicht verrieth. Talleyrand hat nach meiner Ansicht abnnie weder Beredsamkeit, noch Uebcrredungsgabe besessen. Er hielt Hzu oft und z» lange bei derselben Idee auf. Vielleicht hatte,,sich auch, weil er mich von alter Zeit her kannte, eine Manier ß,mich angeclgnct, kurz er war so geschickt ausweichend und weiclätzrig, daß er manchmal nach stundenlangen Unterhaltungen mich «„>lies, und dabei mehr alS einmal Aufklärungen in Gegenständen «„>mieden hatte, die ich von ihm zu erlangen und mit ihm zu vech»dein, mir bei seinem Eintritte bestimmt vorgenommen hatte u.s,,.
Was die Verhältnisse des Augenblicks und die neusten Zcicschristen becraf, welche Frankreich in stets wachsender innerer llmchschilderten, so ist das Resultat davon dies gewesen, daß die Wchselsälle der Ankunft für ganz Europa unbestimmter, vervielfach,,und unergründlicher geworden zu scyn scheinen, und daß gcgemväch«ine sichere Thatsache statt fand, welche uns von allen Seiten sichausvrängte, nämlich daß niemand in Europa sich in fester Ln,glaube. Jeder schien neue Begebenheiten zu fürchten, oder ziahnen u. s. w.
Ich mußte mit dem Kaiser unter dem Zelte frühstücken, tzlieS sich dann die Corinna der Frau von Stack bringen, woraus „einige Kapitel las. Er konnte sie, wie er sagte, nie zu Ende b»gen. Frau von Stael hatte sich in ihrer Heldin so treu gen«,daß sie es dahin gebracht hatte, ihm diese unangenehm zu mach».„Ich sehe sie, sagte er, ich höre sic, ich fühle sie, ich will sie lsseyn, und werfe das Buch weg. Ich hatte eine bessere Idee uifrüher her von diesem Werke, als die, welche ich jetzt darüber fck>Vielleicht deshalb, weil ich es damals nur mit dem Daumen la-,wie der Herr Abbs de Pradt geistreicherweisr und nicht »M,sagt. Aber bei alle dem will ichs wieder vornehmen, um bis zaEnde zu gelangen. Es scheint mir doch noch immer alS ob,!nicht ohne Interesse gewesen sey. Uibrigens kann ichs aber tt,Frau von Stael nicht verzeihen, daß sie die Franzosen in ihr,»Romane herabgesetzt hat. Es ist wahrhaftig eine ganz mcrkwiirttzlFamilie, die der Frau von Stael. Ihr Vater, ihre Mutter m>sie, alle drei vor einander auf den Knicen, in steter gcgcnseWAnbetung sich mit Weihrauch einräuchernd, zur bessern Erbauung mlTäuschung des Publikums. Doch kann sich Frau von Stael chmen, ihre vortreflichcn Aeltern auch darin überiroffen zu Hab»denn sie hat eS gewagt, drucken zu lassen, daß ihr Gefühl sin!hren Vater so hoch gestiegen sey, daß sie sich selbst auf einer Dasucht gegen ihre Mutter ertappt habe.
„Frau von Stack war heftig in ihren Leidenschaften, ivüthck,ja rasend in ihren Ausdrücken. So zum Beispiel las die Poliw
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