Nie alle ihre Sachen, wurden respekcirt. Wird man'S wohl glau-ben? — Dieser Offizier, dessen Muth, dessen Redlichkeit, dessenZartgefühl sogar, eine Bürgerkrone verdient hätte, wurde von einemfranzösischen Tribunal zu lebenslänglicher Galeerenstrafe, zur Brand«markung und zu Ausstellung am Pranger verurchcilt, weil er —>so war cs auögedrückt — zwei feindliche -Offiziere auf der Land«straße beraubt habe! So handhabten die Partheien daS Recht!Welche ungeheure Verirrungen bringen doch bürgerliche Unruhen beider Rechtspflege hervor, wie gewissenlos wird sie dann auSgeübt!
Der Oberste Chambure mußte sich durch eine schnelle Fluch»aus dem Vaterlande retten. Vergebens suchte er aus der Fernedie Wahrheit vorzustcllen; vergebens machten die beiden englischenOffiziere ihr Zeugniß für ihn — ihre Dankbarkeit selbst —überall bekannt. Erst nach langer Zeit ward eS ihm, in einemAugenblick politischer Meeresstille, möglich, sich persönlich zu stellenund nochmals an die Tribunale zu appelliren. Letzt erklärtendiese, daß nicht einmal ein Grund der Anklage vorhanden sey.Das ist doch in der Thar ein Zug, der jene Zeiten charakce-risirt! —
Freitag den 7. bis Sonnabend den 8. Juni.
Bei einer langen vertraulichen Morgcnunterhaltung sprach derKaiser abermals von der schrecklichen Lage, worinncn wir unS jetztbefinden und von der Möglichkeit einer bessern Zukunft.
Nach diesen Gegenständen, wovon ich nichlS mitthellen kann,überlics er sich ganz seiner Einbildungskraft. Er sagte, für ihn
gebe es keinen andern schicklichen Aufenthalt, alS in England oderin Amerika. Dürfte er dabei seiner Meinung folgen, so würde erAmerika verziehen, weil er dort wahrhaft frei seyn würde und ernichts mehr verlange, als Unabhängigkeit und Ruhe. Er dichtetesich jetzt einen Roman, wobei er sich bei seinem Bruder Joseph,umgeben von einem kleinen Frankreich, dachte re.
Die Politik, fuhr er fort, würde ihn freilich dagegen für Eng-land bestimmen. Er würde dann vielleicht ein Sklave der Weltbe«gebenhciten bleiben müssen; allein er sey trotz dessen sich einemVolke schuldig, das mehr für ihn gethan habe, als er zu erwiedernim Stande gewesen wäre re., und dann sann er sich abermals ei-nen Roman aus.
2m fernem Laufe des Gesprächs äußerte der Kaiser, wie ersich überzeugt habe, daß viele Personen seiner Umgebung und sei-nes Hofes zum größten Theile an die Albernheiten glaubten, dieman auf seine Unkosten auSgesprengt habe — daß sie sogar so