l ausdrückenden Gesichte !m Zimmer auf und ab, kam aber bald mit
^ ganz heitrer Miene zu Herrn Larrey zurück und sagte ihm mit der
größte» Innigkeit: „Adieu, Herr Larrey. Der Fürst ist glücklich,der Männer in seinem Dienste hat, wie Sie sind! Sie sollenmeine weitern Befehle erhalten." Und noch an dem nämlichenr Abend erhielt Herr Larrey von Napoleon, dessen reich mit Brillan-, tcn verziertes Portrait, (lvcm Frauken in Golde und sie Zusiche-2 rang einer Pension von öcmo Franken jährlich, welche ihm, wieim Decrete gesagt ist, noch über die ihm, nach seinem Range,seiner Anciennetät und seiner künftigen Dienstleistung jUtoinmeneenBelohnung seiner Verdienste, von dem Staate verabreicht wer-den solle-
Ein solcher Zug hat großen Werth für die Geschichte. 'Manerkennt daraus einen rechtschaffenen Mann, der sich nicht scheutdie Wahrheit gegen seinen getäuschten und erzürnten Fürsten zubehaupten, zugleich aber auch die große Seele des letztem, ö-.r, ' sich so glücklich und dankbar bei der Enthüllung Ser Wahrheitbewies!.
Donnerstags, am -4. Oktober.
Der Kaiser ging nicht aus, verlangte keinen von uns zn sehen,. kam nicht zum Diner, und wir fürchteten, daß er krank seyn' möchte. Nach --> Nbr ließ er mich, da ich noch nicht zu Bette
war, zn sich rufen. Er hatte sich eben uiedergelegc und sagte mir,daß er den ganzen Tag über sein Kanapee nicht verlassen und ge-gen iS Stunden hintereinander gelesen habe. Er hatte nur etwasSuppe gegessen und litt blos an den Zahnen. Ich sagte ihm, wirhätten befürchtet, daß cs nvch etwas Schlimmeres seyn möchte,wie denn immer Besorgnisse dieser Art oic Folgen des Kummerst wären, ihn nicht zn sehen.
Späterhin sprach er über unsre Verhältnisse in pecuniärerRücksicht. Cr habe, sagte er spaßhaft, heute früh Staatsrath ge-halten; das Silberwerk sei gewogen und berechnet worden, wasman davon verkaufen könne? Es könne nur »och einige Zeit sofort g.hcn. Ich wiederholte jetzt das Anerbieten wegen der 4ooe>Louisd'ors, die ich in England stehen habe und er war so gnädig,sie anzunehmen. „Meine Lage, sagte er, ist sonderbar. Ichzweifle nicht, daß wenn die Eommnnication »erstattet wäre und dieMRnigen, vielleicht selbst Fremde ahnen könnten, daß es mir anl etwas fehle, ich bald an Allem reich seyn würde. Aber soll ick, mei-nen Freunden zur Last seyn, indem ich sie den Mißdeutung.-» des' L. Lasts Lageb. gs, BSch». ro