erscheinen müssen. Aber, mein Herr! wer von uns hat dieseSchwierigkeiten erhoben, wer muß darunter leiden? Ihre Weige-rung würde uns in die schrecklichste Lage versetzen! Sie sehen michin wahrer Verzweiflung. Mich von dem Kaiser trennen, wäre fürmich schlimmer als der Tod; und doch müßte ich es eher thun, alsihn mit meiner eignen Hand erniedrigen. Der Kaiser hat um seinHai>pt alle die Kränze geschlungen, welche vor Himmel und Erdeeinen Menschen erhaben und ehrwürdig machen können, diesläuguen, hieße der Sonne das Licht rauben wollen."
Der Gouverneur bemerkte, daß er, als Engländer ihn nichtanerkannt habe. Das sei, sagte ich, ein Grund, gegen den ichnichts einwenden könne, der Titel, den er ihm beilege, könne mirzwar mißfallen, allein es stehe mir nicht zu, ihn zu bestreiten, ecdürfe aber, aus dem nämlichen Grunde auch meiner Meinung undden von mir, einem Franzosen, dessen Unterschrift er verlange, ge-brauchten Ausdrücken nichts entgegensetzen.
Hier wurde Sir Hudson Lowe bitter, kam wieder auf vergan-gene ihn persönliche betreffende Dinge zurück und vergaß sich amEnde so weit, daß er sagte: er kenne übrigens keine Titel, umwahre Ehrfurcht zu erwecken, als moralisch gute Eigenschaften.„Um diesen Preiß, mein Herr Gouverneur, antworte ich mit Leb-haftigkeit, indem ich mich zu seinem Offizieren wendete, kann derKaiser sich wohl von allen seinen Titeln entkleiden und wird dem-vhnerachtet, wenn er nach jenem Maaßstabe behandelt werden soll-te , vor der ganzen Welt gewinnen." Der Gouverneur schwieg,bemerkte aber nachher, daß wir denn doch unfern General fortwäh-rend als Kaiser behandelten. „Und wie könnten wir wohl anders,ich bitte Sie? — Ich will damit sagen, daß sie ihn immerfort alsSvuverain betrachten. — Mein Herr Gouverneur! Sie sprechenblos von Souverainetät? O es ist weit mehr als das — Wir nen-nen cs Anbetung! In unser» Augen, nach unserm Gefühle ist herKaiser nicht mehr dieser Erde angehvrig, wir erblicken ihn schonüber den Wolken am Firmamente des Himmels! Und wenn Sieuns bei diesem Widerspruche die Wahl lassen — ich meine die Wahldie man den Märtyrern ließ, ob sie ihre Religion aufgeben odersterben wollten — Immerhin — wir sind bereit — wir sterbengerne." Diese Worte brachten einen sichtbaren Eindruck auf dieanwesenden Offiziere und selbst auf den Gouverneur hervor. Ge-gen seine Art sah er recht friedlich aus, seine Stimme wurdesanft.
„Unsre Lage hier, fuhr ich fort, ist so schrecklich, daß fast über-menschliche Kraft dazu ersodert wird, sie auözuhalten. Sie wissen