Druckschrift 
9 (1824)
Entstehung
Seite
121
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minier mehr und mehr häufen, geben ein Schauspiel das ich nichtlänger ertragen will und kann. Meine Herren! Sie müssen mich»erlassen, müssen sich entfernen. Ich mag cs nicht mit ansehen,haß sie sich den Beschränkungen nuterwerfen, die mqn von Ihnenfedert und deren inan täglich mehrere fodern wird. Ich will al-lein bleiben. Gehen Sie nach Europa zurück, erzählen Sie dort,auf welche gehässige Art ich behandelt werde, erzah.en Sic, wieSie mich haben lebendig ins Grab steigen sehen. Keiner von Ih-nen soll jene Erklärung unterzeichnen, so wie man sie von Ihnenverlangt; ich verbiete es hiermit. Man soll uichr sagen tonnen,daß man sich der Hände, die mir angeboren, der Hände,'Mrwelche ich gebiete, bedient habe, um mich zu erniedrigen. Schickeman Sie wegen der Verweigerung einer bloßen thorichten Forma-lität wirklich fort, so wurde man Sie eben so gut morgen auseiner andern eben so geringfügigen Ursache fortschicken. Man batbeschlossen, sie einzeln zu entfernen. Gut! ich ziehe aber vor, Sieinsgesammt ans einmal zu verlieren- Wer weiß, welche Folge»dieses Opfer für mich hat."' Hiermit verließ er uns. Wir gingenbestnrtzt aus dem Zimmer. Wenige Minuten nachher ließ ,mü-der Kaiser wieder rufen. Er ging durch beide kleine Zimmer, aufund ab. Seiner Stimme Ton war milder, sogar schmeichelnd ge-worden. Nie habe ich ihn hingebender gesehen. Ich war gerührt.„Nun, denn, mein Theurer! so will ich denn ein Eremit werden— Ach! Sire! erwiederte ich mit Wärme: Sind Sie es denn nichtschon längst. Denn von welchem Nutzen können wir Ihnen den»seyn, was können wir Ihnen helfen? Wir müssen uns auf ^loßeWünsche beschränken, und diese sind nichts zu Ihrem Tröste unddoch Alles für unsre Glückseligkeit. Unsre Lage ist in diesem Au-genblicke die schrecklichste, welche sich denken läßt, weil bei derFrage, worauf cS aukvmmt, zum crstcnmale vielleicht unsre An-sichten von Ew. Majestät Meinung verschieden sind- Sie urthei-len nach Vernnnftgründen und wir folgen den Eingebungen uns-res Gefühls. Es läßt sich nichts gegen das Raisonnement sagen,wie wir es eben von Ihnen vernommen haben, Ihr Beschluß ist so,wie man denselben von Ihnen erwarten muß, und wird niemandverwundern: aber die Befolgung desselben übersteigt unsre Kräfte.Der Gedanke, Sie hier zu verlasse», Sic hier in dieser Naturallein zn wissen, ist schmerzlicher als ihn die regste Phantasie z»ersinne» vermag — Und doch will es mein Schicksal, erwiederteder Kaiser ganz ruhig, ich bin auf alles gefaßt und mein Geistist stark genug allem dem zu trotzen — Man wird mich hier um'sLeben bringen, das ist gewiß — „Sire! Die Handlung, welche