er ihn behandelte, der Unredlichkeit, womit er dafür von diesembelohnt wurde u. s. w.
Der Graf von Antraigues, ein Mann von vielem Geiste, vol-ler Innig e,i und einem vertheilhaften Aeußern, Hütte im An-fänge unsrer Revolution eine Art von Wichtigkeit erlangt. Cr warMitglied der rechten Leite der Constituircnden Versammlung,eniigrirte bei deren Auslosung und befand sich unter einem russischendiplomatischen Character in Venedig, als wir diese Stadt bedrohetcn.Er war dort das Leben und die Seele aller Machinationen wel-che gegen Frankreich geschmiedet wurden und wollte, als er dieGefahr der dortigen Republik erkannte, sich aus dem Staube ma-chen, fiel jedoch einem unsrer Posten in die Hände, der ihn mitallen seinen Papieren gefangen nahm. Der Obergencral ernannteeine Special-Commission zu Untersuchung der letzter» und man warganz erstaunt über die Geheimnisse, welche sie enthielten. Manfand unter andern die vollständigen Beweise des von Pichegru ver-übten Verrakhs, der seine Soldaten hinopferte, um die feindli-chen Operationen zu erleichtern. „Kann wohl, rüste der Kaiser imhöchsten Unwillen aus, ein Mensch ein größeres Verbrechen bege-hen, als kalt die Menschen würgen zu lassen, deren Leven stmerFürsorge uno keiner Ehre auvcrtraut sind? — "
Der Graf Antraigues äußert, sich, sobald seine Geheimnisseentd.ckc waren, mit so vieler Freimüthigkeit und benahm sich sogewandt, baß Napoleon ihn g. Wonnen zu haben glaubte, oder sichvielmehr von ihm fangen ließ Cr behandelte ihn mit der größtenNachsicht, verth-ldigte ihn gegen das Dircctorium, das ihn durch-aus erschießen lassen wollte und ließ ihn zu Mayland aufs Ehren-wort frei. Wie groß war nun sein Erstaunen und sein Unwille,alo er eines Morgens erfuhr, bap der Herr von Antraigues sichnach der Schweiz fortgemacht und dort eine schändliche Scvmah-fchrift gegen ihn horauszcgeben, die schlechte Behandlung dieer erlitten ihm darin zum Vorwurf gemacht und sich beklagt habe,daß er ihn in Ketten habe werfen lassen. Dieser niederträchtigeBetrug verursachte ein solches Skandal, daß mehrere fremde Di-plomaten, welche Zeugen vom Gegentheile gewesen waren, diesin einer öffentlichen Schrift erklärten. '
Dieser Graf von Antraigues ist, wie ich glaube, erst im Jahrei8i4, in England «ns eine fürchterliche Weise um's Leben gekom-men. Er wurde von seinem Kammerdiener, im Ang-sichte seinerFrau, der berühmten Sängerin Ste. Huberti, ermordet.
Pichegru befand sich damls an der Spitze des gesetzgebendensLorps und fast im offnen Kriege mit dem Dlrectvrinm. Man