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Freitags, am 20. September.
Der Kaiser ließ mich vor 8 Uhr wecken. Ich sollte ihm mitder Kalesche nach dem Wäldchen Nachkommen, wo er schon mit demHerr» von Monlholon spazieren ging und sich mit ihm über dieKosten unsers Haushaltes besprach. DaS Wetter war nun endlichwieder schön geworden;, wir hatten einen schönen Frühlingsmorgcnund machten zwei Touren.
Heute gab cs eine neue unglaubliche Bekra'ukung des Gouver-neurs- Er' hat uns verbieten lassen, das zerbrochene Silberzeugan audcre Personen zu verkaufen, als wen er dazu bezeichnen wür-de. Was kann er nun bcy dieser neuen Rechtsverletzung eigentlichbeabsichtigen? Nichts anders, als immer beleidigender zu werdenund eine Handlung des Mißbrauchs seines Ansehns mehr zu be-gehen.
Der Kaiser frühstückte unter dem Zelte und dictirte unmittel-bar nachher dem General Gougaud die Schlacht von Mareugo.Ich mußte bleiben und zuhörcn. Gegen Mittag zog er sich in seinZimmer zurück, um wo möglich ein wenig zu ruhen-
Um 2 Uhr kam er in mein Zimmer. Er fand mich mit mei-nem Sohne bei dem Collationiren des Kapitels von Arcole. Daer wußte, daß ich es besonders liebte und es einen Gesang derJliade nannte, so durchlas er es noch einmal und sagte, es macheihm in der That selbst Vergnügen. Ich habe es weiter oben ein-geschaltet, wo man es gefunden haben muß.-
Frühephin ließ der Kaiser seine Kapitel des Abends lesen.Aber seitdem eine der Damen dabei cingeschlafen war, that er esnie wieder. Cr sagte einmal bei dieser Gelegenheit zu mir:„Mein Guter! Die Autorliebe verlängnet sich nie."
Bei dem Lesen des Kapitels von Arcole erwachten die Ideendes Kaisers über das was er sein schönes Theater von Ita-lien nannte. Er ließ uns in den Salon kommen und dictirteuns dort mehrere Stunden hinter einander. Er hatte nämlich sei-ne ungeheure Karte von Italien ausbrciten lassen, welche den größ-ten Theil des Salons bedeckte—kroch nun auf allen Nieren daraufherum, einen Conipas und einen Rothstift in der Hand, und maaßmit einem Bindfaden, wovon einer von uns das eine Ende fest-hielt, die verschiedenen Entfernungen. „So, sagte er und lachtedabei über die Stellung, in welcher ich ihn sah, so muß man dieLänder ausmeffen, um einen richtigen Begriff zu bekomme» undeinen guten Feldzugsplan zu entwerfen." Was er uns dicrirte,kann bei einem beträchtlichen Theile einer politischen Äevg'aphic