Druckschrift 
9 (1824)
Entstehung
Seite
40
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Der Kaiser sagte oftmals, daß wenn er gewollt und es nichtabgewehrt hatte, ihm 2 Millionen Bauern nach Paris gefolgt se»nwurden, denn überall erhoben sich die Landleute in Masse, wohiner nur kam. Eben so oft wiederholte er, daß keine andere Ver-schwörung bestanden habe, als die allgemeine Meinung.

Als am Tage nach seiner Ankunft in den Tuilerien ihm je-mand sagte, daß sein Leben ans lauter Wundern bestehe, diesletztere aber alle andere übertreffe, so hörte ich, wie er antworte-te; er habe dabei kein anderes Verdienst, als daß er den ZustandFrankreichs richtig zu bcurtheilen und in den Herzen der Franzo-sen zu lesen verstanden hätte. So sagte er uns auch in einem an-dern Augenblicke, wie sein ganzes Eiu'verstäudüiß sich darauf alleinbeschränkt habe, hinzusetzend: „mit Ausnahme jedoch von Labe-doysre, der mit einem Herze» voll Liebe und Enthusiasmus mirentgegen kam und »och einem andern, welcher mir von freienStücken große und wesentliche Dienste geleistet hat, zeigten sichfast alle Generale, auf welche ich unterwegs stieß, unentschlossenund leinesmegs mir geneigt; sic gaben höchstens dem Impulse ih-rer Soldaten nach, wenn sie sich nicht gar feindselig bewiesen.

„Alle Welt weiß jetzt, daß Ney in voller Ergebenheit fürden König aus Paris zog und wenn er einige Lage später.sich gegen ihn wendete, es nur that, weil er nicht anderskonnte.

„Ich war so weit davon entfernt, nur einigermaaßen aufMassen« zu rechnen, daß ich bei meiner Landung für das Bestehielt, ihn eiligst zu überspringen. Als ich ihn späterhin zu Parisfragte, was er wohl gethan haben würde, wenn ich mich nicht soschnell aus der Provence, sortgemacht hätte, war er freimüthig ge-uung, mir zu antworten, daß es ihn in Verlegenheit setze, es mirzu sagen, aber daß ich allerdings am sichersten gegangen wäre sozu handeln, wie ich gethan hätte und es sonach auch wohl dasWeste gewesen wäre.

„Saint-Cyr war in Gefahr gerathcn, weil er die, seinenBefehlen anvertrauten, Soldaten im Zaume halten wollte-

„Soult gestand mir, daß der König ihn wirklich gewonnenund er sich unter seinem Regimente sehr wohl befunden hätte.Er wollte nicht eher als erst nach dem Mai-Felde wieder Dienstenehmen.

Maedonald ließ sich gar nicht sehen. Der Herzog vonVclluno folgte dem Könige nach Gent. Wenn mithin dieBourbons, so schloß der Kaiser, sich über de» völligen Abfall derSoldaten und des Volks beklagten, so hätten sie doch wenigstens