Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Vierhun-ert

NN-

sechsun-neunzigste Nacht.

Der König sagte dann dem Vizier:Schicke einen Emir mit fünfzig Mann, umDfaudar und seine Brüder gefangen zu nehmen, laß auch alle ihre Güter versiegelnund hierher bringen; nur recht schnell." Der Vizier sagte:O König, mäßige deinenZorn, Gott ist auch gnädig und straft nicht gleich die Menschen, die ihm widcrspänstigsind; bedenke, daß wenn Djaudar sich, wie du hörst, ein so großes Schloß hat bauenlassen, er so mächtig ist, daß Niemand sich mit ihm messen kann; ich fürchte daher sehrfür den Emir, es möchte ihm übel gehen; laß uns lieber erst den Stand der Dingeuntersuchen und auf andere Mittel sinnen, zuletzt kann ja immer noch dein Willegeschehen." Der König sagte:So rathe du, was ich thun soll." Der Viziererwiderte:Schicke ihm den Emir und lasse ihn zu dir einladen, ich werde dannFreundschaft mit ihm anknüpfen und sehen, wie stark er ist und worin seine Kraftbesteht, um auf irgend eine Weise ihn in unsre Gewalt zu bringen und nach deinemWillen mit ihm zu verfahren." Der König billigte diesen Vorschlag und schickte denEmir Othman zu Djaudar, um ihn im Namen des Königs einzuladen. Dieser Emirwar aber dumm und hochmüthig; als er an Djaudars Schloß kam, sah er einenVerschnittenen vor dem Thore auf einem goldenen Stuhl sitzen; dieser Verschnittene war