Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
651
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Vierhundert und vierzigste Nacht. 051

thun, den du mitten in deinem Zimmer auf deinem Bette gefunden, in der Absicht,deinen Harem zu entehren, und dazu, wenn cs noch ein Mensch von niederer Herkunftist? Tilge einmal diese Schmach durch seinen Tod, wir rächen dir dazu nur ausEifer für deinen Ruf und auS Liebe zu dir; dieser Mensch verdient keine Stunde mehrzu leben." Diese Worte reizten des Königs Zorn, er liest den Jüngling wieder vor sichführen und sagte ihm:Wehe dir! du hast ein großes Verbrechen begangen, du lebstschon zu lange, ich lasse dich setzt umbringen; denn so lange du lebst, haben wir keineRuhe." Der Jüngling sagte:O König! bei Gott, ich bin unschuldig, darum wünscheich zu leben, denn nur der Unschulvige kann trotz aller Strafen sich doch aufrecht! erhalten; der Schuldige aber nimmt trotz aller Begnadigung doch zuletzt ein traurigesEnde. Das lehrt uns die Geschichte des Königs Dad bin und seines VizicrS." DerKönig wünschte diese Geschichte zu hören, und der Jüngling begann:

Bei diesen Worten bemerkte Schehersad den Tag und schwieg. In der nächstenNacht begann sic die Erzählung des Jünglings folgendermaßen: