Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
642
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Vicrl>»»dt-rl und achtliiidbrrihigstc Vacht.

hatte, gab er sie für verloren; er weinte eine Weile, sagte aber bald zu sich selbst:O Abu Saber! du mußt auch jetzt noch Geduld haben, es gibt vielleicht noch einhärteres Unglück, als das dcinigc." Er ging dann traurig vor sich hin, bis er vonHandwerkslcutcn, die am königlichen Palaste arbeiteten, angehalten wurde. Diesesagten ihm:Du mußt hier Mitarbeiten, sonst wirst du für immer eingespcrrt." Ab»Saber arbeitete nun einen ganzen Monat wie ein Taglöhner und erhielt jeden Tag

einen Laib Brod. Eines Tages fiel ei» Arbeiter von einer Leiter herunter und brach

ein Bein. Abu Saber hörte ihn weinen und sagte ihm^Habe Geduld und schreienicht! du wirst um so eher wieder Ruhe finden; verliere nur die Geduld nicht, dennmit ihr kann man aus der tiefsten Grube auf den Thron steigen." Der König, welcherI am Fenster saß und diese Rede hörte, gerieth in Zorn über Abu Saber und ließ ihn! in eine tiefe Grube werfen, die im Palaste war, und sagte ihm:Du Verrückter! wir! wollen einmal sehen, wie du aus der Grube auf den Thron steigst." Diese Wortewiederholte der König jeden Tag vor der Grube, in welche er jedesmal ein StückchenBrod warf. Abu Saber schwieg und ertrug sein Unglück mit Geduld. Nun war

aber auch das Ende seiner Leiden nahe. In der Grube, wo er schmachtete, war

nämlich früher ein Bruder des Königs eingesperrt, der schon längst todt war, den manaber im Lande noch lebendig glaubte. Die Partei des Verstorbenen ward durch dessenvermeinte lange Gefangenschaft gegen den König aufgebracht, er ward als ein