Vierhundert und ziiicninddreißiilstc Vacht. j
„Das Zclt gehört dem Vizier Jsfabend, der seine Tochter, welche darin ist, dem !König Sad Schab zur Gattin geben will/' Während der Diener so sprach, hob!
die Braut, welche Bahrdjur hieß, den Borbang vom Zelte weg, um zu sehen, wer '
den Diener anfbaltc.^ Der König sah sie und fand sie so schön und' wohlgestaltet, daßer, von Liebe entbrannt, dem Diener sagte: „Kehre mit deinem Maulesel um, ich binder König Asad Bacht und will selbst deine Herrin heirathen; ihrem Vater wird cslieb scyn, denn er ist ja mein Vizier." Der Diener sagte: „O König (Gott erhaltedich lange), laß mich ihrem Vater, meinem Herrn, Nachricht davon geben; du kannstsie dann mit seiner Einwilligung nehmen, es ziemt dir doch nicht, sie ohne sein Wissenzu hcirathen, das wurde ihn kränken." Aber der König sagte: „Ich habe keine Geduld,so lange zu warten, bis du zu ihrem Vater gehst und wiedcrkchrst: es wird keineSchande für ihren Vater scyn, wenn ich sie heirathe." — „O mein Herr!" rief derDiener nochmals, „was man übereilt, bringt wenig Segen; stürze dich durch deineUcbcreilung in keine Gefahr, ich weiß, dein Verfahren wird ihren Vater beleidigenund die Sache wird nicht gut enden." Der König sagte aber: „Jsfahend ist meinSklave wie jeder Andre: wenig liegt mir daran, ob er zufrieden ist oder nicht." Er!ergriff hierauf die Zügel des Maulthiers, führte Bahrdjur in seinen Palast und ^
Tausend und eine Nackt. N
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