Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
Seite
610
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010 Vierhundert lind dreißigste Nacht.

Schwer ist der Trost des Liebenden, hart die Trennung von der Freundin.

Wie lange wird dem Liebenden die Nacht, wen» er fern von der Geliebtenruht! Thräncn fließe» über seine Wangen her, und die Thräncn rufen: wird noch lange so währen?"

Sodann schenkte Hassan dem Alten den Scepter und nahm von ihm sowohl alsvon den Mädchen Abschied, und nach einer siebenzigtägigen Reise langte er in derFriedensstadt Bagdad an. Seine Mutter hatte während seiner Abwesenheit nichts alsgeweint und getrauert, und alle Freude an den Genüssen des Lebens verloren. Schonwar jede Hoffnung, ihren Sohn wieder zu sehen, aus ibrem Herzen geschwunden. Sicrccitirte einige Verse, welche ihr Verlangen nach ihm ansdrücktcn, als er an die Thüreklopfte und rief:O meine Mutter! es gefiel Gott, uns wieder zu vereinigen." Als

die Alte die Stimme ihres Sohnes hörte, konnte sie nicht erwarten, bis sie ihn sah;sie öffnete schnell die Tbüre, und als sie Hassan mit seiner Frau und seinen Kindern

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erblickte, fiel sie vor Freude in Ohnmacht. Hassan bespritzte sie, bis sie wieder z»sich kam, dann umarmte er sie und weinte. Auch Manar Alnisa küßte undumarmte ihre Schwiegermutter. Diese fragte dann Hassan, warum er so langeweggebtieben? worauf er ihr Alles, was ihm auf der Reise widerfahren, erzählte.