608 Vierhundert und iieilnnn-zwinizigste Vacht.
noch einmal seine ganze Geschichte. Abd Alkadus sagte dann zu Hassan: „MeinSohn, dn bist nun wieder im Besitze deiner Fran und deiner Kinder, und bedarfst desScepters und der Mütze nicht mehr; bedenke nun, daß du durch unsere Hülfe nach de»Inseln Wak Wak gelangt bist, und schenke mir den Sccptcr und Abu Risch die Mütze,als Zeichen deiner Erkenntlichkeit." Hassan, der Wohlthaten dieser beiden Männereingedenk, schämte sich, ihnen etwas abzuschlagcn; er versetzte jedoch: „Gerne will ich
eure Bitte gewähren, wenn aber mein Schwiegervater mich mit seinen Truppen verfolgt,womit rette ich mich dann?" Abd Alkadus erwiderte: „Setz ohne Furcht, wir schützendich gegen ihn und gegen jeden Andern." Hassan konnte nun nicht länger mehr sichweigern; er gab daher Abu Risch die Mütze und sagte zu Abd Alkadus: „Begleitemich nach Hause und du erhältst dann den Scepter." Der Alte nahm diesen Vorschlagfreudig an und schenkte Hassan viel Geld und Edelsteine. Nach drei Tagen trafAbd Alkadus die nöthigcn Anstalten zur Reise. Hassan und seine Gattin bestiegenihre Pferde und Abd Alkadus den Elephanten, der aus der Wüste hertrabte,und nahmen Abschied von Abu Risch, der wieder zur Höhle zurückging. Nach einerlangen Reise durch öde Wüsten kamen sic endlich wieder in ein bewohntes Land und baldzeigte sich in der Ferne die Spitze des Wolkenbergs. Da sagte der Alte zu Hassan:„Freue dich, du wirst diese Nacht bei meinen Nichten zubringen." Hassan und seineGattin waren außer sich vor Freude über diese Nachricht, und cs vergingen nur wenigeStunden, da entdeckten sie das Schloß ihrer Freundinnen. Als sie in dessen Nähe kamen,traten die Mädchen zu ihnen heraus, und nach gegenseitiger Begrüßung sagte der Alte:„Nun, meine Nichten, hier bin ich wieder mit eucrm Freunde Hassan, der durchmich seine Gattin und seine Kinder wicdcrgefunden hat." Die Mädchen umarmten H a ssa n,beglückwünschten ihn und gaben ihm zu Ehren ein großes Fest.
Schehersad schwieg, um in der folgenden Nacht weiter fortzufahren: