502 Vierhundert und füufundzwunzigfte Nacht.
Kleinere/ welcher mit dem Sterne zu Hassan laufen wollte/ fand keine Spur mehrvon ihm; und Einer fragte den Andern: „Wo ist unser Richter hingekommcn?" Siesuchten lange und fanden ihn nicht, obschon Hassan nicht von der Stelle gewichen war.Sie schalten dann einander und sagten: „Nun ist Beides verloren und Keiner von unshat weder Scepter noch Mütze; das hat unser Vater uns vorausgesagt;" und hierauf
kehrten sie wieder zur Stadt zurück. Auch Hassan, als er von der Eigenschaft der
Mütze überzeugt war, ging wieder in die Stadt, ohne daß ihn Jemand sah, undverfügte sich auf's Schloß in's Zimmer der Alten. Da er sie überraschen wollte, näherteer sich einem Schranke, worauf allerlei Glas und Porzellan ausgestellt war, schütteltedaran und warf etwas davon auf den Boden. Die Alte erschrack, schlug sich in'sGesicht, stund auf und sagte: „Ich glaube, die Königin Nur Alhuda hat einen Teufelgegen mich geschickt; ich bete aber zu dem erhabenen Gott, daß er mich und den armenfremden Hassan vor ihrem Zorne schütze; denn wenn sie gegen ihre Schwester, die
ihr Vater von Herzen liebt, so verfährt, wie wird sie erst gegen Fremde seyn? Ich
beschwöre dich beim allgnädigen, erhabenen, mächtigen Herrn und bei dem, was aufSalonions Siegel geschrieben ist, antworte mir, du unsichtbarer Geist!" Hassanantwortete: „Ich bin kein Teufel, ich bin der verzweifelte, unglücklich liebende Hassan."Er zog dann seine Mütze ab und die Alte erkannte und grüßte ihn, und bat ihn, ihrzu erzählen, wie er auf einmal sich unsichtbar machen konnte.
Hier bemerkte Schchersad den Tag, weßhalb sie ihre Erzählung unterbrach. Inder folgenden Nacht aber erzählte sie weiter:
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