Druckschrift 
2 (1839)
Entstehung
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Vierhundert und vicrun-MNnzrgste Nacht.

Hassans Gattin, welche einige Tage nach dieser Begebenheit bei ihrer Schwesteranlangtc, fand ihre Kinder weinend und immer ihren Nater rufend. Sie drückte ihreKinder, selbst weinend, an ihr Herz und sagte ihnen höchst bestürzt:Wie fallt euchjetzt cncr Vater ein? Bei Gott, wüßte ich ihn noch beim Leben, ich würde euch zu ihmführen." Sie seufzte dann, vergoß viele Thräncn der Reue über ihre Flucht und derSehnsucht nach ihrem Gatten, und sprach folgende Verse:

,,O mein Freund! trotz der Entfernung liebe ich dich doch noch immer;stets wendet sich mein Auge nach deiner Wohnung, und mein Herz ist vollerErinnerung an die Vergangenheit. Wie manche Nacht haben wir selig beisammenzugebracht, voller Zärtlichkeit und Licbesfreude."

Da Nur Alhuda aus diesen Versen schloß, daß die alte Liebe sich wieder ihrerSchwester bcmeistert hatte, stund sie zornig auf und schlug ihr so derb in's Gesicht, daßsie zu Boden stürzte; hierauf schimpfte sie sie auf die gemeinste Weise und sagte:BeiGott! jetzt sehe ich erst, daß du in Wahrheit diesen hergelaufenen Mann geliebt hast.