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2 (1839)
Entstehung
Seite
576
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5^6 Vierhundert und ciiiundzwanzigste Vacht

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ihn zu enthaupten; da trat die Alte hervor, ergriff die Schleppe der Königin,

küßte die Erde vor ihr und sagte:O Königin! bei der Erziehung, die ich dir gegeben,übereile dich nicht! Du weißt, in welche Gefahr sich dieser arme Mann schon begebenund wie vielen Leiden und Schrecknissen er schon getrotzt bat, weil das Auge des Himmelsüber ihn wachte. Nun ist er in dein Land gekommen, im Vertrauen auf deine

Gercchtigkeitslicbe, und du willst ihn lödtcn lassen? Alle Reisenden werden dich eineFeindin der Fremden und eine Mörderin nennen. Uebrigcns fällt er ja immer deinemSchwerte anheim, wenn seine Gattin sich später nicht findet, du kannst ihn ja immernoch umbringcn lassen. Verschone ihn um meinetwillen, denn ich habe ihm versprochen, ihnan's Ziel zu führen, weil ich auf deine Billigkeit und Gnade vertraute. Sich nur, wie

beredt er ist, wie er alte seine Gefühle in Versen auszndrücken weiß; seine Worte sind

wie aneinander gereihte Perlen, und da er doch einmal hier ist und mit uns gegessenhat, so müssen wir ihn lieben und bedenken, was die Liebe und Zärtlichkeit gegen Frauund Kinder vermag. Du sollst indessen schuldlos an seinem Tode seyn, wenn du ihmauch dein Antlitz zeigst; thust du das aber nicht, so laß mich nur mit ihm umbringen."Die Königin sagte lächelnd:Sollte ich etwa seine Gattin seyn? Doch bringt ibnder!" Hassan wurde wieder zur Königin geführt, und als sie sich vor ihm entschleierte,stieß er ein lautes Geschrei aus und fiel in Ohnmacht. Die Alte bespritzte ibn, bis er