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2 (1839)
Entstehung
Seite
559
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Vierhundert und sechzehnte Aacht. 559

setzt unmöglich dahin schicken/ du müßtest viele Gefahren ausstehen, und furchtbare,öde Wüsten durchwandern. Ich heiße zwar mächtiger Sultan (Hasun), und meineTruppen füllen die ganze Erde aus, doch finde ich cs jetzt nicht gerathen, dich zu Landdahin zu befördern, weil eine große Armee an deren Grenze gelagert ist; warte daher,bis demnächst ein Schiff von den Inseln Wak Wak hier landet, da schicke ich dich zuWasser dahin und empfehle dich den Schiffsleuten als meinen Schwager. Wenn dich

dann der Hauptmann an's Land setzt, so wirst du viele Hütten finden; geh nur in eine

derselben, bleibe ruhig darin fitzen und sprich kein Wort bis Nacht. Siehst du dannSchaaren von Jungfrauen sich in diese Hütten mit Maaren begeben, so flehe dieEigenthümerin der Hütte, in der du bist, um Schutz an. Gewährt sie dir ihn, so bistdu am Ziele, denn sie bringt dich zu deiner Gattin und zu deinen Kindern; wo nicht,so traure über dein ohne Hoffnung verlorenes Leben. Wisse, mein Sohn, daß du dichin Lebensgefahr begibst, denn ich kann weiter nichts für dich thun. Doch stände GottesHülfe dir nicht nahe, so hättest du gar nicht hierher gelangen können, und wäre deineLebensfrist abgelaufen, so konnte dich nichts vor dem Herrn des Elephanten schützen,

auch wärest du nicht in die erste Höhle gekommen und nicht zu meinem Meister." Als

Hassan die Worte des Königs Hasun hörte, sprach er weinend folgende Verse:

Mir ist vom Himmel meine Lebenszeit bestimmt, die muß ich erreichen;erst wenn sie abgelaufen ist, kann ich sterben; so lange aber die Stunde nichtgekommen, darf ein Löwe im Walde mich überfallen, so besiege ich ihn."

Schehersad schwieg, um in der folgenden Nacht also fortzufahren:

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